Bauherren in Action - Dachüberstände streichen bei Taglieber

Nach Monaten der Planung wurden wir nun endlich das erste Mal selbst an unserem zukünftigen Haus tätig: Wir rückten mit unserer Familie bei Taglieber an, um an einem Wochenende die sichtbaren Dachüberstände im Werk in Eigenleistung zu streichen.

In der Werkshalle wurde ein Bereich für uns vorbereitet, in dem wir in Ruhe unsere Dachbalken und Bretter über das Wochenende streichen konnten. Es lagen einige Pinsel bereit und unzählige Farbeimer im ausgewählten Farbton. Es war richtig toll, das erste Mal unseren eigenen Dachstuhl, bestehend aus etlichen Dachbalken, Brettern und Nut und Federbrettern, zu sehen - auch wenn wir uns noch gar nicht vorstellen können, dass dies wirklich unser Dachstuhl sein wird.



Gemeinsam wurden die nummerierten Dachbalken sortiert, bereitgelegt und gemeinsam bei einer Einweisung besprochen, was alles zu streichen ist. 6 Dachbalken mussten komplett gestrichen werden, die anderen Dachbalken nur im späteren Sichtbereich (Dachüberstand). Unzählige Bretter + Nut und Federbretter mussten ebenfalls gestrichen werden. Alle Streicharbeiten mussten ein zweites Mal wiederholt werden, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten.

Dann machten wir uns an die Arbeit: 3 Tage waren wir beschäftigt, bis endlich alles gestrichen war.
Auch unser Bauleiter und unser Werkplaner ließen es sich nicht nehmen, bei unseren Streicharbeiten vorbeizuschauen.

Es war eine tolle Arbeit, bei der man jeden Tag den eigenen Fortschritt sehen konnte. Da wir endlich selbst aktiv werden konnten, verging die Zeit auch wie im Flug.

In dieser Wochen geht es dann bei Taglieber richtig los: Unser Haus wird im Werk produziert und auf Lastwagen geladen, damit diese pünktlich zum Stelltermin anrollen können. Wir freuen uns schon riesig darauf!



Sanitärbemusterung Teil 2

Nachdem in der Werkplanung das Erstgespräch mit unserem Heizungsbauer stattfand, welcher auch die Sanitärarbeiten vornehmen wird, erhielten wir nun das Nachtragsangebot für den Sanitärteil. Bereits im April fand der erste Termin bei Richter und Frenzel in Nördlingen statt. Wir hatten von Anfang an einiges an Puffer in die Sanitärobjekte kalkuliert, da uns die Bäder besonders wichtig sind und im bisherigen Taglieber-Angebot nur die Standard-Ausstattung berücksichtigt war. Nachdem wir das Nachtragsangebot erhielten, lagen wir aber doch deutlich über unserem Budget. Vor allem die freistehende Badewanne, die schräg in einer Ecke stehen soll und im Wandbereich verkleidet wird, erwies sich als viel zu teuer. Da wir uns auch bei einigen anderen Sanitärobjekten in der Zwischenzeit umentschieden hatten, vereinbarten wir also einen zweiten Termin bei Richter und Frenzel. Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass gar nicht die Badewanne so teuer ist, sondern die benötigte 4-Loch-Armatur - Diese kostet genau so viel wie die Badewanne selbst. Zum Glück hatte der Sanitärberater einen guten Vorschlag: Die Verkleidung der Badewanne an der Wand wird 30 cm nach oben gesetzt, wodurch ein Podest entsteht. Darin kann eine normale Armatur eingebaut werden und wir können die Kosten für die Badewanne um fast die Hälfte reduzieren. Die Badewanne wählten wir auch noch eine Nummer kleiner, damit der Zugang zur Dusche nicht zu eng wird. Da die Badewanne durch den schmalen Rand ohnehin enorm groß ist, war das kein Problem. Für das Hauptbad entschieden wir uns dann noch für einen höheren Wasserhahn und in der Dusche für eine Stabbrause statt einer Rundbrause. Aus Kostengründen strichen wir auch den Spiegelschrank im Hauptbad und den Heizkörpertrockner, da wir diese selbst beschaffen werden. Auch die Fronten der Waschtische legten wir bereits fest und sahen uns in der Ausstellung noch einmal die anderen ausgewählten Sanitärobjekte an. Bereits nach einer Stunde verließen wir das Sanitärgeschäft und waren sehr froh, eine kostengünstige Lösung für die Badewanne gefunden zu haben und die Sanitärbemusterung abschließen zu können.


Probleme über Probleme

Nachdem für den 21. Oktober ein Baustopp auf unserem Grundstück angekündigt war, da die Erschließungsfirma an unserem Grundstück entlang den Gehweg pflastern wollte, konnte unser Erdbauer leider nicht weitermachen. Im Nachgang stellte sich heraus, dass natürlich nichts gepflastert wurde (uns hat das nicht überrascht, vielleicht flackert bei dem ein oder anderen fleißigen Leser die Erinnerung an das Randsteindrama auf).


Da der Erdbauer weitermachen muss, damit die Bodenplatte rechtzeitig fertig wird, musste dringend geklärt werden, ob wir weitermachen können und wie wir ohne das vorhandene Pflaster in unser Grundstück fahren können. Dieses Thema bereitete uns große Bauchschmerzen, zumal wir hier von der Erschließungsfirma abhängig waren. Nach vielen Telefonaten und einem vor Ort Termin wurde eine Lösung gefunden, wie der Erdbauer weitermachen kann. Aber die Ungewissheit blieb. Wer weiß, was noch alles für Probleme sorgen wird, bevor unser Haus endlich steht?


Denn die Woche wurde einfach nicht besser. Bei dem vor Ort Termin mit dem Bauleiter der Erschließungsfirma erhielten wir die Info, dass dieses Jahr die Feinschicht auf der bereits asphaltierten Straße des Baugebiets aufgebracht werden soll und dazu das komplette Baugebiet für 2-3 Tage gesperrt werden wird. Sollte dies in die Woche unseres Stelltermins fallen, hätten wir ein massives Problem. Natürlich konnte die Erschließungsfirma nicht sagen, wann dies wetterbedingt und terminlich stattfinden wird. Uns war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, wie wir dieses Problem lösen können.

Hinzu kamen noch weitere Herausforderungen bei Taglieber: Denn unser Haus wird personalbedingt nicht wie geplant am 18. November gestellt, sondern erst 2 Tage später, also am 20. November. Und auch unsere Holzbalkendecke, die im Erdgeschoss und Obergeschoss sichtbar bleiben wird, können wir nicht wie geplant maschinell mit einem leichten Weiß-Ton streichen lassen, da nur noch ein voller Weißton beim Lieferanten möglich ist. Taglieber wird deshalb die Gesamtfläche von über 200 qm der Balken und 3-Schichtplatten  mit der Hand im gewünschten Farbton streichen, was wiederum mit Zusatzkosten verbunden ist. Natürlich waren diese Nachrichten kein Beinbruch, aber dies trug nicht gerade zu einer besseren Stimmung bei.

Dank der telepathischen Fähigkeiten unserer Mietwohnung passte sich diese unserer melancholischen Stimmung an, und so saßen wir an diesem Abend bei Kerzenlicht auf dem Sofa – denn in unserer Wohnung gab es einen Total-Stromausfall. Damit hatten wir den absoluten Tiefpunkt erreicht.

Am nächsten Morgen telefonierten wir dann nicht nur mit dem Elektriker wegen unserem Stromausfall, sondern auch mit dem Bürgermeister unserer Gemeinde. Und da gab es den ersten Lichtblick (wenn auch nicht in unserer Wohnung 😀) Denn die Feinschicht soll dieses Jahr doch nicht mehr auf den Asphalt aufgetragen werden, eben weil das Baugebiet nicht für 2-3 Tage komplett gesperrt werden kann, jetzt wo alle mit dem Bau begonnen haben.

Am Donnerstag wurden wir dann aber wieder enttäuscht, als wir feststellten, dass der Erdbauer trotz Klärung nicht weitergearbeitet hatte. Nach Rücksprache mit unserem Bauleiter liegen wir aber noch gut im Zeitplan und der Erdbauer will zusammen mit dem Maurer nächste Woche weitermachen.

In der Zwischenzeit ging es zum Glück im Baugebiet weiter: Der Gehweg an unserem Grundstück wurde endlich gepflastert. Zwar sind die Pflastersteine noch nicht festgerüttelt, aber unser Maurer versicherte, dass er diese notfalls selbst festrütteln würde, sollte dies nicht bis nächste Woche erledigt sein.


Unser Strom-Dilemma hingegen hielt sich hartnäckig: 2 Tage waren wir in kompletter Dunkelheit, an den anderen Tagen hatten wir „nur“ einen Teilstromausfall in einzelnen Räumen, da immer wieder die Hauptsicherung rausflog. Und nach einer Woche konnte dieses Problem auch schon gelöst werden. 😜

Erster Spatenstich auf unserem Grundstück

Am 18. Oktober war es endlich soweit - der offizielle erste Spatenstich ist auf unserem Grundstück erfolgt. Der Erdbauer hat die Erde für die Bodenplatte abgetragen, damit der Maurer diese in den nächsten Wochen erstellen kann. Auch die 7.000l Zisterne wurde bereits in die Hofeinfahrt eingesetzt.

Dies ist nun die erste Bautätigkeit, die man auf unserem Grundstück sehen kann:



Wir haben nun auch den Bauzeitenplan von Taglieber erhalten. Darin ist genau aufgelistet, wer wann und wie lange welche Tätigkeit auszuführen hat. Der Einzugstermin, der sich aus dem Bauzeitenplan ergibt, liegt aktuell bei Ende Juni 2020.

Es gab auch noch eine weitere gute Nachricht aus der letzten Woche: Der bereits vor 4 Wochen beantragte Baustrom wurde genehmigt und ein Mitarbeiter der Stromgesellschaft war vor Ort, um unseren Baustromkasten anzuschließen. Baustrom war ein schwieriges Thema, da wir von allen Seiten gehört hatten, dass dies oft mehrere Wochen dauert, man ständig nachhalten und neue Dokumente weiterleiten muss. Im schlimmsten Fall muss man erstmal mit einem Stromaggregat auskommen, bis endlich Baustrom verfügbar ist. Glücklicherweise ist dies nun aber rechtzeitig abgeschlossen. Parallel dazu läuft die Beantragung des Hausanschlusses für den Strom, was aber wohl noch längere Zeit dauern wird.

Einen bitteren Wermutstropfen gibt es aber leider auch: Am Montag gibt es erst mal einen Baustopp auf unserem Grundstück, da die Erschließungsfirma vor unserem Grundstück den Gehweg pflastern wird und wir keine andere Zufahrtsmöglichkeit haben. Wir hoffen, dass es am Dienstag wieder weitergehen kann.

Start auf unserem Grundstück

In der Zwischenzeit ist einiges passiert: Wir haben endlich unseren Straßennamen und unsere Hausnummer erhalten und auch die Erschließung ging weiter. So haben wir nun die fehlenden Randsteine des Fußwegs, der im Süden an unser Grundstück angrenzt. Jetzt kann man endlich richtig sehen, wie groß unser Grundstück ist. 😀

Nachdem wir die Werkplanung abgeschlossen haben, geht es nun endlich auf unserem Grundstück los: Heute fand bereits das Gespräch mit dem Maurer und dem Erdbauer auf unserem Grundstück statt. Nach der gemeinsamen Sichtung der Pläne und finalen Besprechung über die Ausführung wurde für unsere Bodenplatte (Haus/Windfang/Garage) abgesteckt. Da auch gleich für die Schotterung der Terrasse mit abgesteckt wurde, sieht unser Grundstück nun viel zu klein aus. 😥

Nächste Woche wird der Erdbauer beginnen, Erde abzutragen und den Unterbau für die Bodenplatte bauen, damit in der darauffolgenden Woche der Maurer mit der Bodenplatte beginnen kann.

Die weitere Planung steht jetzt auch definitiv fest: Taglieber hat uns für KW47 fest eingeplant. In dieser Woche wird unser Haus also endlich aufgestellt. Bereits Anfang November wird unser Haus im Werk produziert und wir werden dann vor Ort die Dachbalken und Bretter für die Dachvorsprünge streichen. Da wir nun die Tage zählen, bis es endlich los geht gibt es nun auf unserem Blog einen Countdown. 😁



Stand Erschließung

Es gab Zeiten, da dachten wir schon, wir könnten mit der Erschließungsdauer die Bauzeit des Berliner Flughafens toppen. Aber nun ist es tatsächlich vollbracht - die Erschließung ist soweit fertiggestellt, dass mit der Bebauung begonnen werden kann – nach gut 12 Monaten kaum zu glauben.
So haben wir nun endlich auch die letzten beiden Grenzmarkierungen unseres Grundstückes, nachdem die Randsteine fertiggestellt und das Vermessungsamt ein letztes Mal vor Ort war.
Aber naja, fertig ist noch lange nicht alles. Das Baugebiet wurde zur Bebauung freigeben, aber die Gehwege müssen noch gepflastert werden und auch die Fußwege fehlen. Für den Fußweg, der im Süden an unser Grundstück angrenzt, wurden bisher nur 2 Randsteine gesetzt, nämlich genau die, die für das Vermessungsamt für unser Grundstück notwendig waren.

Nun kann man sich aber endlich vorstellen, wie einmal alles aussehen wird und trotz dem Drama mit der Erschließung wissen wir jetzt sicher:
Wir sind richtig froh, dass wir hier einmal wohnen werden.

Hier ein paar Impressionen des Baugebietes:




Finale Werkplanbesprechung

In den letzten Wochen bereitete Taglieber alles für die finale Werkplanung vor. Ziel war es, die Werkpläne für unser Haus fertig zu stellen, mit denen unser Haus gefertigt werden kann.
Dazu musste alles was benötigt wird errechnet und eingeplant werden. Neben den technischen Ausführungen wurde auch die Statik und die Höhen berechnet. Und so erhielten wir im Vorfeld etliche Anrufe, bei denen wir bereits über Dachüberstände, Firstpfetten, Dachziegel und Entwässerung gesprochen hatten.

Am Tag vor dem Termin erhielten wir die fertigen Pläne zur Prüfung. Und so verbrachten wir den Abend 3 Stunden über unseren Werkplänen und prüften noch einmal jedes Detail der
Fenstergrößen, Brüstungshöhen, Jalousien, Dachüberständen, Raumgrößen, Außenansichten, Schnittzeichnungen, etc. In diesen Plänen waren im Vergleich zu den Architektenplänen alle Maße nochmal detaillierter eingezeichnet.


Am 26. September war es dann endlich soweit: Wir trafen uns mit unserem Bauleiter in Oettingen zur finalen Werkplanbesprechung. In den nächsten 4 Stunden wurde jedes Detail für die technische Ausführung besprochen, damit noch am selben Tag die Fenster bestellt werden konnten. Dies war ein wichtiger Schritt, da die Fenster eine lange Lieferzeit haben und wir den Termin wegen den Verzögerungen bei der Erschließung nicht eher durchführen konnten.

Als erstes wurde die Bodenplatte besprochen. Dafür wurde das Höhenaufmaß und das Bodengutachten analysiert.
Das Bodengutachten hatten wir bereits im Januar beauftragt. Durchgeführt wurde dies bereits im März, als von der Erschließung auf unseren Grundstück noch lange nichts zu sehen war:


Da unsere Zufahrtsstraße 60-80 cm höher als unser Grundstück liegt, werden wir einiges aufschütten müssen. Für die Bodenplatte muss dafür aber wiederum nicht so viel abgetragen werden, da uns hier der massive Boden entgegenkommt. Ab 100 cm ist unser Boden nämlich so massiv, dass hier nichts mehr geht. Gott sei Dank bauen wir ohne Keller…

Der Technikraum wurde ebenfalls besprochen, damit alle benötigten Geräte untergebracht werden können. Es wurde auch besprochen, wie die Hausanschlüsse ins Haus verlegt werden müssen und eine Baubeginnsanzeige wurde für das Landratsamt vorbereitet.

Im Termin wurde in 3D jedes einzelne Zimmer angesehen und noch einmal einiges angepasst. Denn schnell wurde klar: In 3D sieht vieles doch anders aus als auf den Plänen. So haben wir einige Türen versetzt, da diese viel zu eng an einer Wand platziert waren.

Auch stellte sich auch heraus, dass einiges wie geplant technisch nicht so einfach umgesetzt werden kann:
Deshalb wird unser Zwerchgiebel und unsere Eckverglasung im Wohnzimmer nicht nur aus Glas bestehen, sondern einer Pfosten-Riegel-Konstruktion. Dadurch benötigen wir keine Stützpfeiler innen, die Fenster werden dafür aber nicht komplett bis zum Rand reichen. Dafür haben wir beim Zwerchgiebel einige Streben der Fenster entfernt, um diese optisch zu vergrößern.

Auch das Fenster an der Seite der Doppelgarage erwies sich als problematisch: Da im oberen Bereich des Fensters die Schiene für das Rolltor verläuft, wird man diese durch das Fenster sehen können. Geplant ist daher, diese Scheibe zu satinieren, wenn es uns stört.

Da wir den KfW 40 Plus-Standard erreichen wollen, wird unser Spitzboden durch die gute Dämmung des Dachs auch nicht so groß ausfallen, wie wir erhofft hatten. An der höchsten Stelle bei der Firstpfette wird die Höhe leider nur 1,36 cm betragen. Aber da wir diesen Raum nur als Lagermöglichkeit nutzen werden, wird es ausreichen.
Um der Optik im Flur nicht zu schaden, haben wir die Einschubtreppe ins Ankleidezimmer verlegt. Darüber hinaus wurde uns auch nahegelegt, nicht wie geplant die Dämmung des Spitzbodens in Eigenleistung durchzuführen, da es einfach zeitlich zu lange dauern wird und es durch die geringe Deckenhöhe zu aufwendig sein wird.

Schwierig wurde es dann auch beim Auswählen der Putzfassade. Hier standen unzählige Weiß-Töne zur Auswahl, die alle fast gleich aussahen. Die Holzfassade und die Farbe der Holzbalkendecke konnten wir ebenfalls noch nicht final festlegen, wir werden dazu einige Muster erhalten.
Einfach fiel uns hingegen das Festlegen der Farbe für die Dachüberstände und der Farbe für die Dachziegel.

Alles in allem war es ein sehr interessanter Termin. Jetzt können wir uns unser Haus noch besser vorstellen und sind schon gespannt, wie alles einmal aussehen wird.
Die Werkpläne selbst müssen noch einmal final überarbeitet werden, da sich nun doch einige Kleinigkeiten geändert haben.

Freistellung Baugenehmigung liegt vor - Wir dürfen unser Traumhaus bauen

Nachdem der zuständige Bearbeiter bei unserer Gemeinde nicht im Haus war, wurde unser Bauantrag im Freistellungsverfahren erst in KW38 bearbeitet und geprüft (Warten und Daumen drücken: Bauantrag ist raus). Es stellte sich aber heraus, dass eine Bearbeitung früher nicht möglich gewesen wäre. Denn um den Bauantrag im Freistellungsverfahren einreichen zu können, muss das Grundstück offiziell bebaubar sein. Da die Straßen erst in KW38 und 39 asphaltiert werden, erwies sich dies als frühester Zeitpunkt für die Prüfung und Bearbeitung.

Und so erhielten wir endlich letzten Freitag kurz vor dem Wochenende den langersehnten Anruf der Gemeinde (genau am letzten Tag vor dem Fristende von 4 Wochen 😀):
Unser Bauantrag wurde bearbeitet und es ist kein Genehmigungsverfahren notwendig!

Das bedeutet, dass wir unser Traumhaus nun so bauen dürfen und auch offiziell direkt loslegen können.
In der Zwischenzeit ist auch endlich das Höhenaufmaß erfolgt und an Taglieber übergeben worden, um alles für die Werkplanung fertigzustellen.

Der letzte große Schritt ist nun die finale Werkplanung in KW39, damit im Oktober die Maurerarbeiten für die Bodenplatte beginnen können.
Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass die Straßen auch wirklich bis Ende September asphaltiert sind und wir rechtzeitig den bereits beantragten Baustrom erhalten.
Dann steht unserem Stelltermin Mitte November endlich nichts mehr im Wege. 😀


Das Randstein-Drama

Nachdem Mitte August endlich die Randsteine der Straße bei unserem Grundstück vorhanden waren und bereits für die Gehwege abgesteckt war, konnten wir endlich wieder zuversichtlich sein (Ein Hoffnungsschimmer am Horizont). Denn kurz darauf wurden die Randsteine für den Gehweg bereitgelegt, es konnte also nicht mehr lange dauern. Dachten wir...

Dann gingen aber wieder ein paar Wochen ins Land, die Randsteine am Gehweg wurden einfach nicht gesetzt. Immer wieder waren wir in Kontakt mit der Firma für das Höhenaufmaß und mussten diese seit Ende Juli vertrösten und versicherten jede Woche, dass das Höhenaufmaß bald erfolgen könne, sobald die Randsteine des Gehwegs gesetzt sind.
Es dauerte tatsächlich weitere 4 Wochen, bis es weiterging. Wir erfuhren letzte Woche endlich, was das Problem war: Die Erschließungsfirma wurde mehrfach von einem Subunternehmen versetzt, welcher die Randsteine setzen sollte.
In dieser Woche sollte es endlich weitergehen, wir rechneten fest damit, nun endlich Mitte der Woche das Höhenaufmaß durchführen zu können, da bei uns bereits die Randsteine bereitgelegt waren.

Jeden Tag prüften wir den Status... Aber natürlich wurden wir wieder enttäuscht. Denn anstatt unsere Randsteine für den Gehweg zu setzen, wurde ein Teil der inneren Randsteine der Straße wieder entfernt. Und so standen wir mit weniger Randsteinen da als 4 Wochen zuvor - und das 2,5 Wochen vor dem geplanten Ende der Erschließung. Die Randsteine wurden in der Eile scheinbar nicht ordentlich gesetzt und waren viel zu krumm. Und da bereits in den nächsten beiden Wochen asphaltiert werden sollte, kümmerte sich das Subunternehmen natürlich nur um die Straße – die Gehwege waren erst mal nebensächlich. Wir sahen daher schon wieder eine Woche ins Land ziehen, ohne dass wir unsere heiß ersehnten Randsteine erhielten.



Um unseren Stelltermin einhalten zu können, starteten wir in der Zwischenzeit mit Taglieber in die Werkplanung. Alles lief nach dem Zeitplan – auch der Bauantrag im Freistellungsverfahren wurde rechtzeitig eingereicht (Warten und Daumen drücken: Bauantrag ist raus) und die Fenster vorbestellt.
Taglieber benötigt aber dringend bis Ende nächster Woche das Höhenaufmaß für die abschließende Werkplanung, damit auch die Fenster final bestellt werden können.

Auch ein Anruf bei der Firma für das Höhenaufmaß brachte nur Enttäuschung: Wir fragten nach, ob die Randsteine der Straße nicht ausreichen würden, um das Höhenaufmaß durchzuführen. Aber da der Gehweg direkt an unsere Einfahrt angrenzt und wir für die Entwässerung ein 2%iges Gefälle benötigen, sind die Randsteine des Gehwegs unumgänglich für das Höhenaufmaß.

Die Zeit lief uns also davon. Dass die Erschließung Ende September fertig wird, erschien uns inzwischen unmöglich. Wir hatten sogar Angst, dass bis Ende Oktober noch nicht einmal die Erschließung soweit sein würde.

Am Freitag fuhren wir dann wieder, wie jeden Tag dieser Woche zu unserem Grundstück, überzeugt davon, dass bei uns noch keine Randsteine des Gehweges gesetzt sein würden.
Dann hatten wir aber tatsächlich einmal Glück: Denn endlich wurden die Randsteine für unseren Gehweg gesetzt, nachdem die Randsteine für die Straße abgeschlossen waren. Und so konnten wir überglücklich die Info an Taglieber und die Firma für das Höhenaufmaß weitergeben, dass nächste Woche "just in time" das Höhenaufmaß erfolgen kann. Uns fiel ein riesen Stein vom Herzen, denn jetzt haben wir nur noch eine Hürde für unseren Stelltermin: Bis KW39 muss die Freistellung des Bauantrages vorliegen, damit ab KW40 die Maurerarbeiten beginnen können.



Warten und Daumen drücken: Bauantrag ist raus

Bereits vor einiger Zeit entschieden wir uns zusammen mit unserer Architektin, den Bauantrag vorzubereiten und nicht mehr darauf zu warten, dass unser Grundstück nach der Vermessung in das Liegenschaftskataster eingetragen wurde.
Dies wird nämlich noch einige Wochen dauern und wir benötigen für die weiteren Schritte unseres Hauses genügend Vorlauf.

Unsere Architektin bereitete alles vor und so machten wir uns an einem sonnigen Donnerstag Abend im August auf den Weg zu unserer Architektin, um alle Unterlagen für den Bauantrag abzuholen und kurz zu besprechen. Gleich am nächsten Tag wollten wir den Bauantrag bei der Gemeinde einreichen - es fehlten aber noch die Unterschriften der Nachbarn...
Denn obwohl unser Bauantrag im Freistellungsverfahren eingereicht wird, wollte die Gemeinde die Unterschriften der Nachbarn auf dem Bauantrag. Dann hieß es erst mal: irgendwie Telefonnummern rausbekommen und versuchen, die Nachbarn in der Haupturlaubszeit zu erreichen. Uns erschien es schier unmöglich. Aber mit viel Glück hatten wir bereits am nächsten Abend die Unterschriften unserer drei zukünftigen Nachbarn. 😀
Und so konnte am Montag morgen der Bauantrag bei der Gemeinde abgegeben werden.

Da wir uns komplett an den vorhandenen Bebauungsplan halten, konnten wir unseren Bauantrag im Freistellungsverfahren einreichen. Die Gemeinde hat nun einen Monat Zeit um zu erklären, dass ein Genehmigungsverfahren durchgeführt werden soll, falls nicht, darf mit den Bauarbeiten begonnen werden.
Jetzt heißt es also warten und Daumen drücken, damit wir hoffentlich bereits vor Ablauf der vier Wochen positives Feedback aus der Gemeinde erhalten und wir unser Traumhaus so bauen können.

In der Zwischenzeit werden wir mit Taglieber die Werkplanung weiter voranbringen und Anfang September soll das Höhenaufmaß unseres Grundstücks durchgeführt werden.


Ein Hoffnungsschimmer am Horizont

In den letzten 3 Wochen haben wir vergeblich darauf gewartet, dass die Randsteine für die Gehwege und Straße bei unserem Grundstück gesetzt werden.
Schließlich wurde für die Randsteine bereits vor einigen Wochen alles abgesteckt und auch das Material ist auf der Baustelle vorhanden.
Mit jeder verstrichenen Woche war klar: wenn es nicht bald weitergeht, können wir auch den geplanten Stelltermin für November abschreiben.
Denn langsam wurde die zugesicherte Fertigstellung der Erschließung für September fraglich.

Auch ein Anruf bei der Stadt brachte nur Verwirrung. Denn wir erhielten die Information, dass nächste Woche das Vermessungsamt kommen wird, und alle Bauplätze vermessen werden. Wie das gehen soll, wenn noch gar keine Randsteine da sind, wusste die Stadt auch nicht so recht, und diese
in einer Woche zu setzen war schier utopisch. Also machte sich erst einmal Verzweiflung breit. Denn die erste der beiden Erschließungsstraßen weiter unten im Baugebiet ist schon so gut wie fertig, hier steht einer Vermessung nichts im Weg.
Und so waren wir sicher, dass das Vermessungsamt nur diesen Bereich vermessen wird und wir mit unserer Planung wieder nicht weitermachen können.

Nachdem wir bei den letzten Malen in Hinblick auf die Randsteine jedes Mal enttäuscht wurden und gefühlt gar nichts voran ging, fuhren wir am Freitag Abend etwas geknickt zu unserem künftigen Wohnort. Wir waren nicht überrascht, als wir im unteren Bereich der Erschließung schon von weitem die orange markierten Grenzsteine sahen.

Wir gingen davon aus, dass im besten Fall bei uns die Randsteine für die Straße gesetzt sein würden und für die Gehwege soweit abgesteckt wurde, dass in den nächsten Wochen auch dort vermessen werden kann.

Tatsächlich ist in dieser Woche aber noch viel mehr passiert: Denn neben den gesetzten Randsteinen für die Straße und den abgesteckten Randsteinen für die Gehwege konnten auch bei unserem Grundstück die Grenzsteine durch das Vermessungsamt gesetzt werden.
Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass es zu keiner großen Abweichung der Grundstücksgröße kommt. 😊




Die Hoffnung stirbt zuletzt - Fertigstellung Erschließung und Stelltermin

In den letzten Wochen ist es leider ruhig geworden um das Thema Hausbau. Nach der Werkplanvorbesprechung benötigen wir als nächsten Schritt das Höhenaufmaß, um den Bauantrag stellen zu können.
Erst danach können wir die Werkplanung abschließen. Nachdem nun aber die Erschließung nicht wie geplant im Juni fertig geworden ist, sondern wohl erst im September fertig sein wird, mussten wir mit unserer Hausbaufirma bereits vor einiger Zeit reagieren.
Somit haben wir nun leider die Gewissheit, dass unser Haus wie bereits vermutet im September nicht gestellt werden wird. Unser neuer Stelltermin wurde daher bereits im Juni auf November geschoben und wir hoffen, dass wir diesen Termin schaffen werden. Denn wir möchten dieses Jahr unbedingt den angesparten Jahresurlaub für den Innenausbau verwenden und ein Stelltermin in 2020 würde auch bedeuten, dass wir viel Bereitstellungszinsen bezahlen müssten.

Mittlerweile werden die Randsteine für unsere Straße gesetzt, daher hoffen wir, bereits mit den Randsteinen das benötigte Höhenaufmaß ohne vorherige Vermessung durchführen zu können, damit wir den Bauantrag in den nächsten Wochen einreichen können.

Wir nutzen aktuell die Zeit, um die Elektroplanung voranzubringen, aber auch dieses Thema erweist sich als schwierig, da der geplante Elektriker nur sehr schwer zu erreichen ist.

Es gibt aber auch etwas positives zu berichten: Langsam beginnen die Planungen für den nächsten Erschließungsabschnitt. Nachdem wir bis jetzt davon überzeugt waren, dass im nächsten Bauabschnitt der Bauplatz vor uns im Süden verkauft werden wird, hat sich nun herausgestellt, dass dieser gar noch nicht vorgesehen ist und die Erschließung anders weitergehen wird.
Somit wird es also noch ein paar Jahre dauern, bis im Süden nach dem Fußweg ein Haus vor uns stehen wird.


Smart Home - Ja oder Ja?

Die Frage, ob wir smart bauen, war schnell mit einem klaren JA beantwortet.
Der ein oder andere denkt jetzt vermutlich - War ja klar, dass ein Haushalt mit einem Informatiker wieder solche Spielereien benötigt...

Mag sein, dass manches ein bisschen Spielerei ist, aber wir glauben, dass es in wenigen Jahren keine neuen Häuser ohne intelligente Gebäudetechnik mehr geben wird. An einigen Stellen hört man auch die Aussage: "Wer heute nicht smart baut, der errichtet einen Altbau".

Ein Smart Home bedeutet nicht eine einzelne Lampe über eine Smartphone App ein- oder ausschalten zu können oder deren Farbe zu ändern.
Oder ein Heizungsventil wieder mit einer anderen App zu steuern wie man es zur Zeit oft in irgendwelchen Discounter Prospekten sieht.

Ein richtiges Smart Home vernetzt verschiedenste Gewerke miteinander (Beleuchtung, Steckdosen, Jalousien, Rolladen, Heizung, Wetterstation, Lüftungsanlage, …) und führt die meisten Aufgaben unbemerkt im Hintergrund aus, ohne das wir manuell eingreifen müssen.
Einfach gesagt soll unser Smart Home uns zukünftig in unserem Alltag unterstützen und lästige Routineaufgaben abnehmen, um den Wohnkomfort zu steigern. Darüber hinaus soll es gerade im Alter natürlich auch ein paar Dinge einfacher machen.
Z.B. möchten wir nicht jeden Tag mehrfach durchs Haus laufen und jede Jalousie oder jeden Rollo per Hand schließen. Dies ist nicht nur morgens und abends nervig, sondern gerade auch im Sommer. Wir wollen nicht morgens bevor wir aus dem Haus gehen, erst mal das Wetter prüfen müssen, damit wir eventuell die Jalousien im Haus herunterfahren, damit es nicht zu warm im Haus wird, bis wir wieder nach Hause kommen.
Auch möchten wir beim verlassen des Haus auf einen Blick sehen können, ob alle Fenster geschlossen sind. Damit lässt sich auch eine einfache Alarmanlage perfekt umsetzen.
Das ganze wird uns dann auch helfen, Energie zu sparen. Im Sommer soll das Haus intelligent beschattet werden und im Winter soll die Sonnenenergie zum Heizen verwendet werden.

Auch wichtig war es uns, dass wir gerade in größeren Räumen mit mehreren Fenstern und Lampen keine 10 Schalter untereinander anbringen müssen. Das sieht nicht nur blöd aus, sondern nervt auch, da es sehr unübersichtlich ist. Wir werden daher intelligente Schalter im Haus verbauen, die darüber hinaus durch Präsenzmelder optimiert werden.

Die Abläufe sollen natürlich per Konfiguration änderbar sein und sich so auch an zukünftige Anforderungen anpassen.
Denn in naher Zukunft werden auch Elektrogeräte immer mehr smart sein. Irgendwann wird sich die Waschmaschine oder der Geschirrspüler selbst einschalten, wenn die Stromkosten am geringsten sind und genau bis zur gewünschten Uhrzeit fertig sein (Smart Grid). Im Moment sind diese Geräte allerdings noch recht teuert, dass wir dies im ersten Schritt nicht umsetzten werden.
Im Garten könnte ein Bewässerungssystem integriert werden, dass dann automatisch die Pflanzen gießt, wenn es nicht regnet. Man merkt schnell, die Möglichkeiten eines Smart Homes sind unendlich.

Klar ist, dass man die grundlegende Elektroinstallation nicht so einfach in ein paar Jahren tauschen kann wie ein paar Möbel.
Deshalb ist es aus unserer Sicht unumgänglich, bei der Verkabelung keine Kompromisse einzugehen und von Anfang an smart zu planen.

Glücklicherweise wird Jörg die Programmierung größtenteils selbst durchführen, was uns enorme Kosten einsparen wird. Denn eins ist klar: Einen erheblichen Teil der Kosten für Smart Home entsteht durch die zeitintensive Programmierung.

Wir werden berichten, für welches System wir uns für unser Smart Home entschieden haben.



Werkplanvorbesprechung

Nun wird es langsam ernst. Denn in der Zwischenzeit hat sich unser Bauleiter bei uns vorgestellt und uns für die Werkplanvorbesprechung eingeladen, die ganze 6 Stunden dauern wird.

Und so trafen wir uns am 17. Mai bei Taglieber mit unserem Bauleiter zur Werkplanvorbesprechung. Nach einer kurzen Vorstellung mussten wir uns gleich einem unangenehmen Thema zuwenden: Dem Stelltermin für unser Haus. Nach wie vor ist unklar, ob das Haus wie geplant Anfang September aufgestellt werden kann. Um alle Pläne und den Bauantrag fertigzustellen, benötigen wir ein Höhenaufmaß und ein vermessenes Grundstück. Auch die Bestellung der Fenster benötigt eine Vorlaufzeit von ca. 5 Wochen. Aktuell rechnen wir damit, dass die Erschließung nicht vor Ende Juni abgeschlossen sein wird, danach muss erst noch alles vermessen und nachbeurkundet werden. Aber glücklicherweise versicherte uns auch der Bauleiter, dass es immer eine Lücke gibt, in der unser Haus gestellt werden kann und es somit kein Problem sein wird, auch wenn wir den Termin nicht halten können.

Dann ging es los mit dem eigentlichen Termin: Wir besprachen gemeinsam die Auftragsbestätigung und gingen auch gleich alle Themen mithilfe unseres Grundrisses durch. Im Anschluss fuhren wir mit dem Bauleiter zum Fenster- und Türenbauer von Taglieber und bemusterten dort die Fenster und Haustüre. Wir hätten nicht gedacht, dass es auch hier wieder so viel zu entscheiden gibt. Bei den Fenstern mussten wir die Fensterfarbe innen und außen, den Fenstergriff sowie die Form der Fensterrahmen innen und außen festlegen. Auch die Haustüre war nicht ganz einfach: Farbe der Haustüre innen und außen, Türgriff innen und außen, Form Schlüsselloch, aufgesetztes Schlüsselloch oder in die Tür eingelassenes Schlüsselloch, Glaselemente (Klarglas, satiniertes Glas, ...) und sonstige Verschnörkelungen der Haustüre sowie Öffnungsrichtung der Haustüre. Wir entschieden uns für die bereits im Angebot enthaltenen Holz-Alu-Fenster (innen Fichte mit leichtem Weißanteil, außen anthrazit) außen flächenbündig und eine anthrazitfarbene Holzhaustüre ohne Schnick Schnack mit satiniertem Glaselement auf der linken Seite und einer langen Griffstange außen.
Natürlich haben wir auch weiteres Zubehör für Smart Home wie Reed-Kontakte und ein Motorschloss berücksichtigt.
Das meiste war aber glücklicherweise schon in unserem Angebot enthalten, somit werden wir hier nur sehr geringe Mehrkosten haben.

Zurück bei Taglieber besichtigten wir im Außenbereich dann gleich die verschiedenen Holzverschalungen sowie die Dachziegel. Eigentlich stand für uns schon fest, dass wir die im Angebot enthaltenen leicht gewellten Tonziegel nehmen werden. Dann zeigte uns der Bauleiter aber noch günstigere Betonziegel, die komplett gerade sind. Und so sind wir nun wieder unschlüssig.

Nach der Mittagspause ging es dann wieder weiter mit den Infos zur Ausführung und Empfehlungen des Bauleiters. So empfahl er uns in der Küche eine normale Drehtür zur Terrasse anstelle der eingeplanten Hebeschiebetür, wir änderten aufgrund der hohen Stufe von der Garage ins Haus die Öffnungsrichtung der Tür von außen nach innen und sahen für die Garage einen Abfluss vor. Er überlegte sich auch eine kostengünstigere alternative für unsere Glasschiebetüre im Wohn/Essbereich, erarbeitete eine Lösung für die Fensterelemente im Wohnzimmer und im Zwerchgiebel, damit wir keine Stützpfeiler benötigen und stellte uns eine Möglichkeit vor, um den Fernseher direkt an die Wand anzubringen, damit keine Kabel im Sichtbereich stören. Auch ein Dachfenster im Spitzboden planten wir mit ein und auch zum Thema Zentralstaubsaugeranlage gab er uns seine Meinung und stellte uns eine alternative Lösung vor.

Gemeinsam legten wir darüber hinaus viele wichtige Details fest, wie die Öffnungsrichtungen der Fenster und Türen, besprachen wo überall Rollos und Jalousien verbaut werden sollen, wie die Terrasse einmal sein soll und was zu beachten ist, wo die Außenwasserhähne und das Ausgussbecken in der Garage platziert werden sollen, wo die Verteiler der Fußbodenheizung platziert werden, wo der Zugang zum Spitzboden sein wird, wo die Zu- und Abluft im Technikraum angebracht wird, und vieles mehr.

Zusammen mit unserer Architektin sprachen wir auch nochmal über Brüstungshöhen, Türbreiten und auch über den Treppenbereich. Wir waren uns noch unklar, ob wir im Obergeschoss an der Treppe und der kleinen Galerie ein Glasgeländer, normales Geländer oder eine Brüstungsmauer anbringen werden. Wir haben uns jetzt erstmal für die Brüstungsmauer entschieden.
Die Entscheidung ist allerdings trotzdem nicht so einfach. Wie alle ausgesuchten Elemente einmal zusammen aussehen werden und ob dann alles zusammenpasst, können wir uns noch nicht so richtig vorstellen. Und so wird über jede Entscheidung zig mal gesprochen und gegrübelt.

Abschließend sprachen wir noch über die voraussichtliche Bauzeit. Durch unsere geplante Eigenleistung wird die Bauzeit natürlich länger sein als bei einem schlüsselfertigen Haus von Taglieber. Der Bauleiter schätze am Ende eine Zeit von ca. 8 Monaten als realistisch ein.

Alles in allem war es ein sehr interessanter und guter Termin, der uns in unserer Planung enorm nach vorne brachte. Wir waren sehr beeindruckt vom Fachwissen des Bauleiters, wie viele Details er schon gelöst hatte, an die wir noch nicht einmal gedacht hatten.




Wenn (Küchen-) Träume wahr werden

Für die bald stattfindende Werkplanung müssen wir jetzt bereits entscheiden, wie unsere Küche einmal aussehen soll, um die entsprechenden Anschlüsse in der Planung berücksichtigen zu können. Bis zur Werksplanung könnten wir noch einzelne Wände verschieben oder die Fensterhöhe in der Küche anpassen, damit die Küche später optimal hineinpasst.

Wohnstudio vs. Küchenstudio

Daher vereinbarten wir einen Termin in einem kleinem Wohnstudio und in einem kleinen Küchenstudio. Von der Planung in einem großen Möbelhaus haben wir gleich Abstand genommen, da wir die Preispolitik dort unverschämt finden und uns insbesondere auch Fachwissen sehr wichtig war. In dem kleinen Möbelhaus sollten wir bereits vorab unseren Grundriss, unsere Wünsche und Vorstellungen weitergeben. Zum ersten Termin wurde dann bereits eine Küche geplant, die wir in einem zweistündigen Termin soweit verfeinert hatten, dass wir am Ende einen realistischen Preis erhielten. Dieser lag glücklicherweise noch in unserem Budget, wobei wir uns über viele Feinheiten noch unklar waren, insbesondere bei den Elektrogeräten. Wir erhielten zwar einige Tipps und fanden das Gespräch sehr offen und konstruktiv und auch die Küche entsprach schon sehr stark unseren Vorstellungen - Was aber nun für die Beauftragung des Wohnstudios spricht, welche Vorteile die Küche der Hausmarke hat und was es noch alles für generelle Möglichkeiten bei der Planung gibt, wurde uns leider nicht erklärt. Irgendwie wurde vorausgesetzt, dass man sich schon mit allen Themen beschäftigt hat und auskennt.

Anders war es im Küchenstudio. Hier fand vor der Planung ein Erstgespräch statt, indem wir zusammen das zwar kleine Studio besichtigten, wir aber vor Ort in jeder Küche die verschiedenen Lösungen ansehen konnten. Und auch die Vorteile der Häcker Küchen, die das Küchenstudio vertreibt, wurden uns vorgestellt. Häcker Küchen produziert in Deutschland und achtet sehr auf geringe Schadstoffwerte. Deshalb darf Häcker Küchen als einer der wenigen Küchenhersteller sogar in die USA liefern. Es gibt außerdem auch höhere Korpushöhen, wenn man höhere Küchenhöhen möchte. Der Hersteller hat eine große Auswahl an Fronten, auch viele Holzfronten, die sehr echt aussehen und auch Fronten mit No-Fingerprint, was uns besonders gut gefiel. Das Innenleben der Küchen ist ebenfalls in der Optik einiger Fronten möglich und viele Schubladen sind ohne Aufpreis im Küchenstudio mit einem Glasrand an den Seiten möglich. Auch die Schubladen können ohne zu schrauben einfach aus der Küche entnommen werden, um diese beispielsweise zu reinigen.
Uns wurde alles detailliert erklärt, und erst danach wurde auf unsere Vorstellungen eingegangen. In einem Fragebogen wurden dann alle unsere Wünsche abgefragt. Der Ersttermin dauerte ohne eine detaillierte Planung bereits 2 Stunden. Wir wurden auch gleich für das kommende Wochenende zu einer Kochvorführung mit Neff Elektrogeräten in das Küchenstudio eingeladen. Dort gab es dann bei vielen leckeren Köstlichkeiten eine unverbindliche Beratung der Neff Geräte und wir konnten diese ausprobieren und alle Fragen los werden. Dies war wirklich sehr interessant.

Im 2. Planungstermin bekamen wir dann einen ersten Planungsentwurf vorgelegt. 3,5 Stunden später - um 21:30 Uhr verließen wir dann fix und fertig das Küchenstudio. Denn in diesem Termin sind wir mit dem Inhaber im Detail jeden Schrank durchgegangen, haben Vor- und Nachteile besprochen und vieles noch einmal im Vergleich zu unseren ersten Vorstellungen umgeworfen. Das Fachwissen des Inhabers überzeugte uns sehr vom Küchenstudio. Im besagten Wohnstudio, in dem eine sehr ähnliche Küchenplanung vorgenommen wurde, ist vieles nicht bis ins Detail durchgedacht worden. Man merkte, dass die Verkäuferin noch nie eine Küche aufgebaut hatte und eine Umsetzung wie von Ihr geplant bei manchen Punkten gar nicht möglich gewesen wäre. Denn beispielsweise stellte sich heraus, dass der erhöhte Geschirrspüler, der an die Wand Richtung Technikraum angrenzen soll, durch eine Wange verkleidet werden muss, damit genügend Platz zum Türstock bleibt. Oder dass wir den kompletten Unterschrank der Spüle für den Einbau der gewünschten Heißwasser/Sprudeltechnik benötigen werden. Laut dem Wohnstudio hätte das alles in eine kleine Schublade gepasst. Der gravierendste Punkt, der im Wohnstudio überhaupt nicht bedacht wurde, war die Abluft des Dunstabzugs, welcher in die Herdplatte eingebaut werden soll. Das Wohnstudio sah vor, die Abluft des Gebläses im Unterschrank unter der Herdplatte einfach gegen eine Schrankrückwand zu blasen. Es wurde angeblich getestet und gab nie Probleme. Lediglich am Sockel der Küche sollte ein kleines Lüftungsgitter angebracht werden, um die feuchte Luft aus der Kücheninsel abzuleiten. Vom Inhaber des Küchenstudios erfuhren wir dann, dass dies auf keinen Fall zu empfehlen ist, da wir sonst nach wenigen Jahren Probleme mit Schimmel an den Unterschränken bekommen könnten. Er erarbeitete für uns daher eine individuelle Lösung, um dieses Problem vermeiden zu können. Gerade durch diese Feinheiten fühlten wir uns im Küchenstudio perfekt aufgehoben. Als am Ende auch noch ein Preis herauskam, der genauso hoch wie im kleinen Wohnstudio war (und auch nach 30-40% Rabatt dem Preis von großen Möbelhäusern entsprach), gaben wir dem Inhaber bereits die Info, dass wir auf jeden Fall mit Ihm und seiner Frau zusammenarbeiten möchten. Daraufhin erhielten wir auch gleich die ersten Pläne mit. Wir konnten uns dann zu Hause in Ruhe Gedanken machen, was wir noch alles ändern möchten und wo wir unsere ganzen Utensilien unterbringen werden.
Eine Woche später trafen wir uns dann zu einem weiteren Termin. In weiteren 3,5 Stunden nahmen wir die letzten Feinheiten unserer Küche vor. Ein Rolladenschrank wurde gegen einen günstigeren Lifttüren-Hochschrank getauscht, der Backofen wurde upgegradet, die Kochinsel um 5 cm vergrößert, damit wir dort größere Schubladen und ein Abfallsystem unterbringen können. In eine weitere Schublade wurde auch noch eine Brotschneidemaschine eingeplant und auch die Hochschrankwand wurde vergrößert, um viele Auszugsschubladen für Vorräte unterzubringen. Wir stellten auch fest, dass die Küchenzeile unbedingt ein bisschen Abstand zur Fensterfront benötigt und wir diese 5 cm nach links schieben müssen. Trotz der Änderungen lagen wir am Ende beim fast gleichen Preis im Vergleich zum letzten Mal. Und so unterschrieben wir wunschlos glücklich den Kaufvertrag für unsere Küche und können wieder einen Punkt auf unserer Checkliste abhaken.


Bemusterungstermin: Sanitär

Am sonnigen Ostersamstag fuhren wir nach Nördlingen, um bei Richter+Frenzel die bereits in unserem Angebot enthaltenen Sanitärobjekte zu bemustern. Als erstes wurden unsere Bäder gemäß unserem Grundriss am PC in 3D gezeigt. Darin konnten wir das erste Mal sehen, wie unsere Bäder einmal aussehen könnten. Wir besprachen mit dem Verkäufer, welche Objekte wir uns vorstellen, und so wurden diese dann gleich im 3D-Modell eingeplant. Im Anschluss wurden uns die im Angebot enthaltenen Objekte gezeigt. Natürlich trafen diese unsere Vorstellungen überhaupt nicht. Einzig bei der Glastüre der Dusche im Gäste-WC und der Ablaufrinne der beiden Duschen waren wir mit dem Standard zufrieden.
In den nächsten 3 Stunden bemusterten wir dann alle benötigten Sanitärobjekte, angefangen mit dem großen Waschtisch für das Badezimmer, einem Unterputz-Spiegelschrank, den passenden Wasserhähnen, den Armaturen für die Duschen, Regenduschkopf, Badewanne, Toiletten, Spültasten bis hin zum Waschtisch für das Gäste-WC. Nun sind wir gespannt, wie viel uns diese Extra-Wünsche kosten werden. Wir haben zwar die Listenpreise der bemusterten Objekte erfragt, wie viel Aufpreis es für uns dann aber kosten wird, ist noch unklar. Wir waren mit diesem Termin sehr zufrieden, zumal wir nicht erwartete hatten, schon so viel festlegen zu können. Bei dem ein oder anderen Thema sind wir uns zwar noch unsicher, aber wir haben immer noch die Möglichkeit, beim nächsten Termin das ein oder andere Objekt anzupassen. Und somit ist eines erst mal klar: Unsere Bäder werden richtig schön! :-)


Erschließung in vollem Gange

Bei einem Spaziergang in Ellingen prüften wir wieder den Stand der Erschließung unseres Baugebietes - und waren positiv überrascht. Denn durch den milden Winter ist in den letzten Wochen bereits viel passiert und dies wird langsam sichtbar.

Nachdem bisher nur im unteren Erschließungsbereich die Kanäle verlegt wurden - neben Regenwasser nun auch das Schmutzwasser - geht es jetzt endlich im oberen Erschließungsbereich, quasi vor unserer künftigen Haustüre, los.
Da dort bereits der Mutterboden für die Kanalarbeiten abgetragen wurde, konnten wir endlich richtig sehen, wie die Straße einmal verlaufen wird.

Und auch die Kanalarbeiten von unserem Baugebiet zu einem Regenrückhaltebecken, welches in die schwäbischen Rezat mündet und natürlich zur bestehenden Kläranlage (Schmutzwasser) haben durch eine zweite Baufirma begonnen und sind schon weit fortgeschritten.

Ob die Erschließungsarbeiten bis Juni abgeschlossen sein werden, ist für uns aber leider immer noch ungewiss.





Bestellung der Grundschuld sowie Unterzeichnung der KfW-Verträge

Nachdem wir die Finanzierung abgeschlossen hatten, sendete unsere Bank unverzüglich (wenn nur alles so schnell gehen würde) die notwendigen Informationen an den zuständigen Notar. Schon kurze Zeit später konnten wir für den 8. März beim Notar einen Termin vereinbaren, um die Grundschuld zu bestellen.
Und so trafen wir uns zum zweiten Mal beim Notar, um eine Unterschrift abzugeben. Die Grundschuldbestellung war ein 10-seitiges Dokument, welches wir im Vorfeld zur Prüfung zugeschickt bekamen. Solange wir selbst noch nicht im Grundbuch eingetragen sind, wird unsere Auflassungsvormerkung für die Bank als Sicherheit verwendet. Sobald wir dann im Grundbuch eingetragen sein werden, wird natürlich die Bank an ranghöchster Stelle stehen, bis wir das Darlehen vollständig beglichen haben.

Heute weitere 2 Wochen später hatten wir einen zweiten Termin bei der Bank, um die damals angeforderten KfW-Verträge zusammen zu unterschreiben. Nachdem wir uns durch die 5-fache Ausführung der Verträge gekämpft hatten und alles zur Auszahlung und den Auszahlungsvoraussetzungen besprochen hatten, richteten wir gleich noch ein kostenloses Baukonto ein.
Wir können nun unser restlichen Eigenkapital darauf einzahlen, dann haben wir direkt bei jeder Überweisung den Nachweis für die Bank, wofür das Geld verwendet wurde.
Darüber hinaus erhalten wir während der Bauphase benötigte Auszahlungen direkt auf dieses Konto.
Natürlich werden nur kleinere Beträge bar ausbezahlt (für kleinere Investitionen), da die großen Rechnungen direkt von der Bank bezahlt werden.
Der größte Vorteil des Baukontos ist, dass wir alle Ausgaben für den Bau auf einem Konto haben und diese nicht von unseren anderen Konten sortieren müssen.
Außerdem haben wir bei unserer örtlichen Hypovereinsbank gleich noch ein Girokonto, ein Sparkonto und eine Kreditkarte eröffnet, um in den Gold Status des valyou Programms zu kommen. Nach der Vollauszahlung unserer Kredits erhalten wir damit eine jährliche Gutschrift von 300 Euro. Dazu fehlt uns im Moment aber allerdings noch ein Produkt bei der Bank.

Im großen und ganzen waren beides keine spektakulären Termine, aber zum Glück wieder zwei Punkte, die wir von unserer Hausaufgabenliste streichen konnten.


Entscheidung Heiztechnik ist gefallen und BAFA Förderung beantragt

In den letzten Wochen stellte sich immer mehr heraus, dass unsere ursprünglich gewünschte Heiztechnik nicht realisierbar sein wird. Unser Wunsch war es ursprünglich, eine Sole Wärmepumpe mit Flächenkollektoren im Garten einzusetzen. Zusätzlich planten wir eine Photovoltaikanlage + Batteriespeicher, einen Pufferspeicher mit Elektro-Unterstützung und eine zentrale Lüftungsanalage mit Wärmerückgewinnung (Energieberatung).

Bereits im ersten Angebot kristallisierte sich heraus, dass vermutlich unsere Gartenfläche für einen Flächenkollektor zu klein sein wird (1. Festpreisangebot Firma Taglieber). Bei der ersten Überarbeitung des Angebots war deshalb die Sole Wärmepumpe gar nicht mehr im Angebot enthalten (Vorstellung Überarbeitung Festpreisangebot).
Bei der Unterschrift ließen wir die Heiztechnik komplett außen vor, um in Ruhe dieses Thema  klären zu können (Jetzt ist es offiziell: Wir werden mit Taglieber bauen).

Für Gartenflächen, die nicht für einen Flächenkollektor ausreichen, gibt es natürlich auch noch ein paar Alternativen wie zum Beispiel eine Tiefenbohrung oder den Ringgrabenkollektor. Mit den Alternativen haben wir im Gedanken noch eine Zeit lang gespielt. Die Tiefenbohrung ist aus Kostengründen schnell weggefallen. Der Ringgrabenkollektor klang sehr vielversprechend und machbar, allerdings lief in der Zwischenzeit wie angekündigt unser Bodengutachten. Bei einem ersten Telefonat mit dem zuständigen Ingenieur erzählte man uns bereits, dass die Rammsondierung nur bis ca. 1m in den Boden eindringen konnte, danach wurde es massiv.
Damit war uns schnell klar, dass Erdwärme nur mit hohen Kosten realisierbar sein würde. Die Information hatte dann auch bereits unser Energieberater von Taglieber und hat uns dies nochmal bestätigt.
Damit war die Idee der Erdwärme nun endgültig vom Tisch und eine Luft-Wasser Wärmepumpe gesetzt.

Nun war noch die Entscheidung offen, ob wir das empfohlene Kombigerät (Luft-Wasser Wärmepumpe, zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Brauchwasserspeicher) nehmen oder zwei getrennte Geräte.

Nach einem Telefonat mit dem Heizungsbauer haben wir uns für das empfohlene Gerät entschieden. Lustigerweise wurde uns dieses Gerät von Anfang an von Taglieber empfohlen.

Das Kombigerät hat aktuell folgende Vorteile gegenüber den zwei Einzelgeräten:
  • wesentlich kostengünstiger
  • wird definitiv durch die BAFA mit ca. 1.500 Euro gefördert
  • spart Platz in unserem Technikraum
Vom Wirkungsgrad besteht zwischen den beiden Lösungen kein Unterschied.

Konkret handelt es sich um die Stiebel Eltron LWZ 8 CS Premium (früher LWZ 504).

In der Zwischenzeit haben wir auch mithilfe des Energieberaters den BAFA Antrag gestellt. Noch genau rechtzeitig bevor sich am 15.03.19 die Konditionen geändert haben.


Der richtige Versicherungsschutz für die Bauphase

Nachdem wir nun das Thema "Finanzierung" abgeschlossen hatten, ging es gleich weiter mit dem nächsten "spannenden" Thema: "Versicherungen". Und so trafen wir uns an einem langen Freitagabend mit unserem Vermögensberater, um ganz getreu dem Motto "Es ist besser, eine Versicherung zu haben und nicht zu brauchen, als eine Versicherung zu brauchen und nicht zu haben." die benötigten Versicherungen für den Hausbau abzuschließen.
Denn als künftiger Bauherr und Immobilieneigentümer ist man einigen Risiken ausgesetzt: Finanzielle Einbußen, Unfälle auf der Baustelle oder gar Naturgewalten, die Hab und Grund zerstören. Gegen all diese Gefahren empfiehlt es sich, sich versichern zu lassen. Darüber hinaus verlangen viele Banken von Kreditnehmern, zum Beispiel eine Wohngebäudeversicherung. Ohne gibt’s keine Auszahlung des Kredits. Besonders wichtig sind auch jene Versicherungen, die die Kosten übernehmen, wenn Personen zu Schaden kommen. Dazu gehört insbesondere die Bauherrenhaftpflicht.
Wenn Freunde oder Verwandte auf der Baustelle helfen, müssen diese unbedingt bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft angemeldet werden.

Wir entschieden uns nach Rücksprache mit unserem Vermögensberater für die folgenden Versicherungen:
  • Gebäudeversicherung:
    • Eine Gebäudeversicherung, die eine bis zum Einzug kostenlose Feuerrohbauversicherung beinhaltet. Für diese Versicherung erhielten wir 50 % Neubaunachlass.
  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
    • Diese Versicherung läuft zwei Jahre und erlischt danach automatisch. Sie ist wichtig, denn während der Bauphase ist die Baustelle selbst ist eine Gefahrenquelle für Passanten und Bauarbeiter. Verantwortlich ist letztendlich immer der Bauherr und er muss auch für die Kosten aufkommen – es sei denn, er hat eine entsprechende Versicherung abgeschlossen.
  • Bauhelferversicherung Berufsgenossenschaft
    • Von der Berufsgenossenschaft werden wir noch separat angeschrieben und dürfen unsere Bauhelfer versichern.
  • Bauleistungsversicherung
    • Diese Versicherung  ist auch wieder für zwei Jahre abgeschlossen.
    • Sie schützt uns vor einer Firmenpleite, Wasserschäden, Sturmschäden, Pfusch am Bau und Vandalismus. Auch Diebstahl und Glasschäden könnte man mitversichern, war uns dann aber doch zu teuer.
  • Risikolebensversicherung
    • Da wir nicht verheiratet sind, haben wir zwei Versicherungen abgeschlossen, um uns so gegenseitig versichern zu können. Dieser Kreuzversicherungsvertrag ist nur geringfügig teurer als eine gemeinsame Versicherung. Eine vorzeitige Kündigung ist hier jederzeit möglich. Die Risikolebensversicherung ist eine reine Absicherung, da einer von uns alleine nicht mehr in der Lage wäre, das Darlehen komplett zurückzuzahlen. Die Versicherungssumme bei dieser Versicherung reduziert sich  mit der Restschuld des Kredits. Uns war diese Absicherung sehr wichtig.
Nachdem wir viele Unterschriften getätigt und die typischen Gesundheitsfragen beantwortet hatten, konnten wir damit zum Glück ein weiteres Thema abschließen.



Die Finanzierung steht - endlich hochverschuldet

Bereits am 15. Januar 2019 bekamen wir erneuten Besuch von unserem Vermögensberater. Da wir nach dem Festpreisangebot unsere benötigte Darlehenssumme schon recht genau kannten, wollten wir bereits vor Unterschrift des Angebots eine Finanzierung bei der Bank festschreiben lassen, um uns einen guten Zinssatz zu sichern. Da unsere ersten Anfrage schon eine weile her war hat unser Vermögensberater an diesen Tag nochmal alle Daten aufgenommen.
Da wir nun aber bereits für den 17. Januar einen Termin bei Taglieber vereinbart hatten, wartete unser Vermögensberater mit der Anfrage bei den Banken noch auf die Überarbeitung des Festpreisangebotes, um die noch exaktere Finanzierungssumme bestimmen zu können. An diesem Termin stellte sich aber heraus, dass wir in den nächsten 3 Wochen das Angebot und den Vertrag von Taglieber bereits unterschreiben werden. Daher konnten wir die Finanzierung doch schon fest vornehmen. Und so leiteten wir am 22. Januar die Daten an unseren Vermögensberater weiter und hofften auf gute Angebote.

In der Zwischenzeit erwies es sich als überaus positiv, dass wir im Januar keine Finanzierung mehr haben festschreiben lassen und alles ein bisschen länger gedauert hat.
Denn zum 01. Februar senkte die KFW bei zwei Programmen Ihre Zinssätze, die wir in Anspruch nehmen möchten. Am 21. Februar wurden die Zinssätze noch ein weiteres Mal ein bisschen nach unten korrigiert. 😀

So erhalten wir nun im KFW Programm 153 "Energieeffizient Bauen" 100.000,00 € zu einem Zinssatz von 1,00 % mit 10-jähriger Zinsbindung und einen Tilgungszuschuss für KFW 40-plus Häuser in Höhe von 15.000,00 € sowie im KFW Programm 124 "Wohneigentumsprogramm" 50.000,00 € zu einem Zinssatz von 0,85 % mit 5-jähriger Zinsbindung.

Für das Hauptdarlehen erhielten wir ein sehr attraktives Angebot der örtlichen Hypovereinsbank mit einer 30-jährigen Zinsbindung.  Dieser Zinssatz lag nur geringfügig über dem Zinssatz der 20-jährigen Zinsbindung, und so entschieden wir uns für diese Kombination.

Nachdem wir bereits unzählige Unterlagen weitergeleitet hatten, war es dann am 25. Februar soweit:
Wir unterschrieben den Finanzierungsvertrag zusammen mit unserem Vermögensberater in der örtlichen Filiale. Nachdem wir uns durch etliche Papierberge gekämpft hatten und gefühlte hundert Unterschriften abgegeben hatten, wurde auch gleich der Antrag bei der KFW online eingestellt. Als nächstes müssen wir noch die Grundschuld beim Notar eintragen lassen. Dies wird am 8. März erfolgen. Dann ist das Thema Finanzierung vorerst geklärt und wir können uns um die Themen  "Elektroplanung" und "Heizung" kümmern, die momentan noch optional in unserem Angebot enthalten sind.


Die ersten Verzögerungen

Nachdem wir bereits vermutet hatten, dass unser Stelltermin im Juli zeitlich mit der Erschließung nicht hinhauen wird, haben wir mittlerweile die Gewissheit. Wir werden erst nach Fertigstellung der Erschließung die finalen Straßenpläne erhalten.
Leider möchte die Stadt trotz Nachfrage von uns und unserer Architektin die Pläne nicht herausgeben. Auch Taglieber konnte durch eine direkte Nachfrage beim zuständigen Ingenieurbüro nichts erreichen.
Somit können wir voraussichtlich erst im Juni den Bauantrag einreichen und die Aufstellung im Juli ist somit nicht mehr möglich.

Wir haben nun einen neuen Stelltermin für Anfang September erhalten. Wir hoffen nun, dass dieser realistisch ist. 😀

Zum Glück ist das Wetter für Februar sehr mild, daher haben wir zwischenzeitlich schon wieder Bagger im Baugebiet gesichtet.
Somit wird die Erschließung hoffentlich wie geplant bis spätestens Juni fertig werden.

In Kürze soll nun auch das Bodengutachten durchgeführt werden. Wir werden berichten.



Jetzt ist es offiziell: Wir werden mit Taglieber bauen

Am 31. Januar war es endlich soweit. Wir trafen uns mit Frau Hermann in Oettingen, um die finalen Änderungen des Angebots und den erstellten Bauvertrag zu besprechen. Nachdem die Punkte Heizung und Elektrik nur als optional in unserem Angebot aufgenommen sind und wir diese im Nachgang klären können, passte das Angebot. Auch den Vertrag hatten wir bereits zur Durchsicht und haben auch hier noch 1-2 kleine Änderungen eingearbeitet. Somit waren alle Unterlagen fertig und wir konnten nun endlich unterschreiben.
Der voraussichtlicher Stelltermin für unser Haus ist nun die KW29.

Frau Hermann überreichte uns ein kleines Geschenk und so freuten wir uns gemeinsam auf unser Bauvorhaben.
Nachdem uns auch Herr Taglieber persönlich beglückwünschte, fuhren wir zufrieden wieder nach Hause.
Nun müssen wir noch einen Haken hinter das Thema Finanzierung setzen. Darum wollen wir uns nächste Woche kümmern.

Jetzt ist es also offiziell: Wir werden bauen! :-)

Einziger Wermutstropfen im Termin war, dass Frau Hermann nun zwar gerne den Bauantrag einreichen würde, um sicherzugehen, dass alles bis Mitte Juli klappt - Leider hat Sie bisher von unserer Gemeinde keine Straßenpläne erhalten, da die Erschließung noch in vollem Gange ist. Dies ist nun ein weiteres Problem, um dass wir uns kümmern müssen. So wie es aktuell aussieht, sollen die Bauplätze erst im Mai vermessen werden. Da nun alles bis zu unserem Stelltermin im Juli recht knapp wird (vor allem weiß leider niemand, ob die Erschließung auch wirklich im Mai fertig wird), wird es immer wahrscheinlicher, dass wir unseren Stelltermin nach hinten schieben müssen :-(
Aber wir werden sehen…


Besuch eines bewohnten Taglieber-Hauses

Heute stand ein besonderer Termin an, der uns große Freude bereitete. Wir erhielten von einem Arbeitskollegen die Einladung, sein Taglieber Haus zu besichtigen, in welches er vor gut einem halben Jahr mit seiner Familie eingezogen ist.
Natürlich hatten wir meinen Arbeitskollegen bereits fleißig interviewt, um uns über Taglieber und den Hausbau zu informieren.  

In der Vergangenheit haben wir schon viele Taglieber-Häuser beim "Tag des offenen Holzhauses" gesehen. Diese waren aber alle noch im Bau und so war dies unser erstes Taglieber Haus, welches schon bezogen wurde. Es war sehr spannend für uns zu sehen, wie die Bauherren das Haus eingerichtet haben, welche Materialien Sie verbaut haben, wie zufrieden Sie im Haus sind und vor allem konnten wir das Wohnklima bei Minus 5 Grad Außentemperatur unter die Lupe  nehmen. Wir erhielten viele wichtige Tipps, was die Bauherren im Nachhinein anders machen würden, was wir bedenken sollten und vieles mehr.

Wir besuchten dieses Haus bereits beim "Tag des offenen Holzhauses", wodurch wir den Grundriss bereits kannten und so einen guten Vergleich hatten zwischen dem "Haus, in dem noch der Innenausbau lief" und dem "fertigen Haus".

Das Haus war für uns interessant, da es vom Baustil und auch der Inneneinrichtung unserem Haus wahnsinnig nahe kommt. So konnten wir auch die Materialien einmal in echt sehen, die wir uns bereits vorgestellt hatten, wir aber noch unsicher waren, ob alles zusammenpasst. Die Bauherrn haben nämlich ebenfalls eine Holzbalkendecke mit Downlights, Fußböden in Eiche, viele große Fensterelemente und auch eine ähnliche Haustechnik mit Smarthome.

Und so gingen wir mit einem sehr guten Gefühl wieder nach Hause.


Vorstellung Überarbeitung Festpreisangebot

Am 17. Januar trafen wir uns erneut mit Frau Hermann in Oetttingen, um das überarbeitete Angebot zu besprechen. Dieser Termin brachte uns bei unserer Hausplanung enorm nach vorne. Denn wir gingen nicht nur die Änderungen im Festpreisangebot durch, sondern schlugen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:

Wir klärten  an diesem Termin mit einem Elektriker, der mit dem Taglieber zusammenarbeitet, einige offene Fragen zur Elektrik. Bisher war in unserem Angebot nur Standard  Elektrik enthalten. Da wir aber definitiv eine KNX Verkabelung für unser Smart Home möchten, ist dies ist bei uns nicht so einfach. Außerdem möchte Jörg dies größtenteils selbst programmieren. Evtl. wollen wir auch selbst Kabel ziehen und ähnliche Arbeiten mit einbringen.
Daher war dies erste Abstimmung sehr wichtig, damit wir wissen, was finanziell auf uns zukommen wird und ob hier Eigenleistung möglich ist. Die Position Elektrik haben wir bis zu einer weiteren Klärung vor Ort mit dem Elektriker nur optional in unserem Angebot. Dadurch können wir diese auch nach Vertragsunterschrift anpassen.

Auch beim Thema Förderungen sind wir einen Schritt weitergekommen: Der Energieberater von Taglieber war ebenfalls dabei und erklärte uns noch einmal den Ablauf der Förderungen. Da wir das 10.000 Häuser Programm Ende 2018 beantragt hatten (damals wussten wir noch nicht, dass es auch für 2019 verlängert wird), hatten wir Angst, nicht rechtzeitig alle erforderlichen Unterlagen zusammen zu bekommen. Hier wurden wir aber beruhigt.
Für die ursprünglich geplanten Flächenkollektoren reicht vermutlich unsere Gartenfläche nicht aus, daher entfällt wahrscheinlich diese Option. Wir haben nun im Angebot ein Kombigerät (Luft / Wasser Wärmepumpe und zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung). Zusätzlich noch die Photovoltaikanlage + Batteriespeicher und ein Pufferspeicher mit elektro Unterstützung. Auch hier gab es noch einiges zu besprechen.

Auch die Innenarchitektin von Taglieber wurde uns kurz vorgestellt. Wir haben vor, uns insbesondere bei der Lichtplanung durch eine Innenarchitektin unterstützen zu lassen. Somit wurde gleich der Erstkontakt hergestellt.

Und auch einen Bauleiter, der unsere Region betreut, haben wir an diesem Tag kennengelernt und haben mit Ihm über einige offene Fragen (zur Ausführung) aus dem Angebot gesprochen.

Nachdem wir zum Schluss mit Frau Hermann das eigentliche Angebot durchgegangen sind, sind wir nun schon einen großen Schritt weiter. Wir haben auch festgehalten, dass wir in den nächsten 3 Wochen das Angebot und den Vertrag von Taglieber unterschreiben werden. Eine entsprechende Auftragsbestätigung und einen vorbereiteten Vertrag erhalten wir in den nächsten Tagen.

Sehr positiv fanden wir, dass Frau Hermann an diesem Tag alle nötigen Ansprechpartner dazu geholt hat und Taglieber sich sofort um den Kontakt zu einem Elektriker gekümmert hat, der unsere Wünsche umsetzen kann.

Für die Folgewoche steht nun an, dass Angebot und den Vertrag abschließend zu prüfen und einen Termin zur Unterschrift zu vereinbaren.


Es ist viel passiert: Überarbeitung Festpreisangebot und Stelltermin

Nachdem wir nun über den Jahreswechsel reichlich Zeit hatten, unser Angebot zu prüfen und Änderungswünsche festzulegen, sendeten wir am 06. Januar 2019 die Informationen an unsere Architektin mit der Bitte um Überarbeitung des Angebots.

Bereits per E-Mail konnte Sie uns bestätigen, dass unser Angebotspreis in den nächsten Wochen gültig bleiben wird und es keine Erhöhung geben wird. Dies war uns wichtig, da wir im nächsten Schritt die Finanzierung  festschreiben lassen möchten. Darüber hinaus wurde für uns ein Stelltermin unseres Hauses für Mitte Juli 2019 reserviert, nachdem wir bereits eine verbindliche Zusage an Taglieber gaben. 😀  Das nahm uns erst einmal den Druck, das Angebot vorschnell zu unterschreiben, um uns Kapazitäten sichern zu können.

Auch schickten wir unserer Architektin noch ein paar kleine Änderungen zu unserem Grundriss. Die wichtigste Änderung ist, dass die Breite unseres Zwerchgiebel noch etwas verkleinert werden muss, da der Bebauungsplan maximal 1/3 der Fassadenlänge zulässt. Dies war im Bebauungsplan leider so undeutlich formuliert, dass es lange Zeit nicht klar war, ob dieser Absatz für unsere Nutzungsschablone relevant ist. Frau Hermann arbeitete die Änderungen schnell in unseren Grundriss ein und so war auch dieser Punkt schnell abgehakt.