Smart Home - Ja oder Ja?

Die Frage, ob wir smart bauen, war schnell mit einem klaren JA beantwortet.
Der ein oder andere denkt jetzt vermutlich - War ja klar, dass ein Haushalt mit einem Informatiker wieder solche Spielereien benötigt...

Mag sein, dass manches ein bisschen Spielerei ist, aber wir glauben, dass es in wenigen Jahren keine neuen Häuser ohne intelligente Gebäudetechnik mehr geben wird. An einigen Stellen hört man auch die Aussage: "Wer heute nicht smart baut, der errichtet einen Altbau".

Ein Smart Home bedeutet nicht eine einzelne Lampe über eine Smartphone App ein- oder ausschalten zu können oder deren Farbe zu ändern.
Oder ein Heizungsventil wieder mit einer anderen App zu steuern wie man es zur Zeit oft in irgendwelchen Discounter Prospekten sieht.

Ein richtiges Smart Home vernetzt verschiedenste Gewerke miteinander (Beleuchtung, Steckdosen, Jalousien, Rolladen, Heizung, Wetterstation, Lüftungsanlage, …) und führt die meisten Aufgaben unbemerkt im Hintergrund aus, ohne das wir manuell eingreifen müssen.
Einfach gesagt soll unser Smart Home uns zukünftig in unserem Alltag unterstützen und lästige Routineaufgaben abnehmen, um den Wohnkomfort zu steigern. Darüber hinaus soll es gerade im Alter natürlich auch ein paar Dinge einfacher machen.
Z.B. möchten wir nicht jeden Tag mehrfach durchs Haus laufen und jede Jalousie oder jeden Rollo per Hand schließen. Dies ist nicht nur morgens und abends nervig, sondern gerade auch im Sommer. Wir wollen nicht morgens bevor wir aus dem Haus gehen, erst mal das Wetter prüfen müssen, damit wir eventuell die Jalousien im Haus herunterfahren, damit es nicht zu warm im Haus wird, bis wir wieder nach Hause kommen.
Auch möchten wir beim verlassen des Haus auf einen Blick sehen können, ob alle Fenster geschlossen sind. Damit lässt sich auch eine einfache Alarmanlage perfekt umsetzen.
Das ganze wird uns dann auch helfen, Energie zu sparen. Im Sommer soll das Haus intelligent beschattet werden und im Winter soll die Sonnenenergie zum Heizen verwendet werden.

Auch wichtig war es uns, dass wir gerade in größeren Räumen mit mehreren Fenstern und Lampen keine 10 Schalter untereinander anbringen müssen. Das sieht nicht nur blöd aus, sondern nervt auch, da es sehr unübersichtlich ist. Wir werden daher intelligente Schalter im Haus verbauen, die darüber hinaus durch Präsenzmelder optimiert werden.

Die Abläufe sollen natürlich per Konfiguration änderbar sein und sich so auch an zukünftige Anforderungen anpassen.
Denn in naher Zukunft werden auch Elektrogeräte immer mehr smart sein. Irgendwann wird sich die Waschmaschine oder der Geschirrspüler selbst einschalten, wenn die Stromkosten am geringsten sind und genau bis zur gewünschten Uhrzeit fertig sein (Smart Grid). Im Moment sind diese Geräte allerdings noch recht teuert, dass wir dies im ersten Schritt nicht umsetzten werden.
Im Garten könnte ein Bewässerungssystem integriert werden, dass dann automatisch die Pflanzen gießt, wenn es nicht regnet. Man merkt schnell, die Möglichkeiten eines Smart Homes sind unendlich.

Klar ist, dass man die grundlegende Elektroinstallation nicht so einfach in ein paar Jahren tauschen kann wie ein paar Möbel.
Deshalb ist es aus unserer Sicht unumgänglich, bei der Verkabelung keine Kompromisse einzugehen und von Anfang an smart zu planen.

Glücklicherweise wird Jörg die Programmierung größtenteils selbst durchführen, was uns enorme Kosten einsparen wird. Denn eins ist klar: Einen erheblichen Teil der Kosten für Smart Home entsteht durch die zeitintensive Programmierung.

Wir werden berichten, für welches System wir uns für unser Smart Home entschieden haben.



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