Unser Haus wird gefliest (Teil 1: Bäder)

Am 04. und 05. Mai lieferte uns unser Fliesenleger alle Fliesen, die bereits im Fliesengeschäft eingelagert waren, auf die Baustelle. Und so war erst einmal Abladen angesagt. Über 2,5 Stunden brauchten wir in Summe um die großen und vor allem schweren Fliesenkartons abzuladen. Insbesondere die Holzoptikfliese erwies sich als Herausforderung.



Am 05. Mai startete unser Fliesenleger dann auch auf unserer Baustelle, indem er begann beide Bäder zu grundieren und die Duschbereiche abzudichten. Da wir keine Duschtassen haben und Fugen nie zu 100 % dicht sind, war dies besonders wichtig.
In der selben Woche wurden dann beide Bäder gefliest und wir waren jeden Tag gespannt, abends die Fortschritte zu begutachten. Unser Badezimmer im Obergeschoss ist nun dunkelgrau am Boden gefliest und an den Wänden dazu die passende Fliese in hellgrau. Die Fliesen sind in Natursteinoptik gehalten und weisen daher Steinchen und kleine Risse auf, was für eine tolle Struktur sorgt. Als Highlights haben wir die Rückwände der Dusche, der Badewanne und des WC´s mit der Holzoptikfliese verkleidet, die wir auch im Erdgeschoss verwenden werden.


Das Gäste-WC hat nun am Boden und an der Duschrückwand und WC-Rückwand dunkelbraune Fliesen und an den Wänden die passenden hellbraun/beige-Fliesen. Highlight ist hier an der Waschbeckenwand ein Steinoptikverblender.


Die Zwischentrennwände müssen noch verspachtelt werden und die Fugen gefüllt werden. Erst danach können wir die letzten Stellen im Bad streichen. Dies ist noch nicht möglich, da wir an den Trennwänden den Kantenschutz erstmal weggelassen haben.
Nachdem die Bäder jetzt so gut wie fertig sind, sind wir richtig begeistert von unserer Fliesen und sind froh uns damals dafür entschieden zu haben (Die wunderbare Welt der Fliesen 2.0).

Unsere "Spezial-Badewannen-Konstruktion"

Am 08. Mai erhielten wir um 08 Uhr morgens völlig überraschend einen Anruf von unserem Fliesenleger: Unsere Badewanne ist auf der Baustelle angeliefert worden und der Sanitärler wartet darauf, dass wir vorbeikommen. Also fuhren wir schnell auf die Baustelle, um mit dem Sanitärler die genaue Position der Badewanne festzulegen. Als wir ankamen, befand sich die Badewanne bereits im Obergeschoss. Die 170 kg schwere Mineralgussbadewanne konnte dank einem Bagger von einem Nachbargrundstück über unsere Garage ins Obergeschoss gehoben werden und musste nicht per Hand über die Treppe nach oben getragen werden. Da wir uns bei der Bemusterung für eine freistehende Badewanne entschieden haben, die schräg im Raum stehen soll, wird der Einbau ein bisschen aufwendiger.


Im hinteren Wandbereich möchten wir die Badewanne später einmal komplett einbauen und da die Badewanne schräg steht, müssen wir in die Ecke ein Podest bauen, damit die Badewannenarmatur an die Wand angeschlossen werden kann. Eine freistehende Armatur war aus Kostengründen nicht realisierbar. Nachdem wir festgelegt hatten, wie genau die Badewanne später stehen soll, schloss der Sanitärler den bereits vorhandenen Wasseranschluss schräg in der Ecke an, an der wir das Podest bauen werden. Da bereits parallel dazu der Fliesenleger das Bad gefliest hatte und dieses gerne weiterfliesen wollte, bastelten wir gleich am 09. Mai das Podest. Nachdem die Holzkonstruktion dazu stand wurde es mit Jute gedämmt und mit Gipskarton verkleidet.



Streichen, streichen, streichen (Teil 1)

Abends am 30. April rückten wir auf der Baustelle an, um die ersten Räume des Erdgeschosses abzukleben. Alle Wände müssen wie im Technikraum zuerst grundiert und dann zweimal gestrichen werden (Endspurt im Technikraum). Zum Abkleben haben wir neben Malerkrepp und Malervlies ein Kreppband mit Abdeckfolie zum Abkleben der Fenster und Decke gekauft. Zuerst wird der Kreppstreifen auf der Streichkante aufgeklebt, danach kann die Abdeckfolie ausgeklappt und mit Malerkrepp an den anderen Seiten befestigt werden. Nachdem am Boden Malervlies ausgelegt war, konnte es losgehen. Wir grundierten zuerst unseren Zwerchgiebel und die Bäder, damit parallel zum Streichen der Fliesenleger in den Bädern mit dem Fliesen anfangen kann und das kleine Gerüst aus dem Zwerchgiebel endlich abgebaut werden kann. Bereits am 04. Mai hatten wir die Bäder 2x gestrichen und bis zum 09. Mai schafften wir es dank unserer Helfer, das komplette Erdgeschoss zweimal zu streichen, woraufhin wir noch am 10. Mai das kleine Gerüst im Zwerchgiebel abbauen konnten. Es müssen zwar noch 2-3 Wände ein drittes Mal gestrichen werden, da man durch die großen Fenster bei seitlichem Lichteinfall an diesen Wänden Streifen sieht, aber der größte Teil ist geschafft. Wie auch im Technikraum haben wir den ersten Anstrich mit dem feinen Quarzsand für die Struktur gestrichen und beim zweiten Anstrich nur noch mit weißer Farbe. Parallel zu unserem Steichen begann dann am 05. Mai der Fliesenleger damit, die Bäder zu fliesen.






Spachtelarbeiten im Haus abgeschlossen

Abends am 21. April rückte bereits ein Spachtler an, um das Material auf der Baustelle abzuladen und sich die Baustelle vorab anzusehen. Nachdem wir für unsere gute Arbeit gelobt wurden, konnten wir gleich noch ein paar offene Themen besprechen. Die Spachtler wollten bereits am 02. Mai mit unserem Haus fertig sein - daher waren wir gespannt, ob Sie alles rechtzeitig schaffen würden.


Als erstes wurden die Eckschutzschienen an alle Gipskartonkanten von Wänden, Fenstern und Türen gesetzt. An den Stößen kommt ein Glasfaserband, welches eingespachtelt wird.


Dann wurde insgesamt 3 mal gespachtelt und geschliffen, damit man später nichts mehr von den Schrauben und Gipskartonkanten durchsehen kann. Bereits Abends am 29.04. rückten die Spachtler wieder ab und schafften es somit bereits zwei Tage früher als geplant das Haus fertig zu verspachteln. Nun heißt es für uns Streichen, Streichen, Streichen, damit der Fliesenleger loslegen kann.





Einbau der Fensterbänke

Nun stand noch die letzte Aufgabe vor dem Spachteln an: die Fensterbänke mussten eingebaut werden.

Bereits vor einiger Zeit entschieden wir uns dazu, unser Haus mit Holzfensterbänken auszustatten. Zuerst waren wir skeptisch, ob diese nicht zu empfindlich sein würden, daher dachten wir alternativ über Steinfensterbänke nach. Aber unser Bauleiter überzeugte uns dann doch von Holzfensterbänken in Eiche, die perfekt in unser Haus passen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Taglieber die Fensterbänke für uns fertigen kann.

Daher war bereits am 07. April unser Bauleiter zum Vermessen der Fenster vor Ort und bereits am 20. April brachte er uns diese auf die Baustelle. Der Einbau der Fensterbänke ging sehr einfach, nachdem wir eine kurze Einweisung durch unseren Bauleiter erhielten. Zuerst hobelten wir beide Seiten der Fenster unten ab, damit die Fensterbank eingeschoben werden konnten. Dann legten wir Kunststoff und Holzstücke mit der richtigen Größe unter, damit ein leichtes Gefälle entsteht. Nachdem wir ausprobiert hatten, ob die Höhe ausreicht, haben wir unter der Fensterbank mit Jute gedämmt. Danach trugen wir Klebepunkte auf und schoben die Fensterbank ein.
Am Ende deckten wir die Fensterbänke noch mit Karton ab, damit diese beim Spachteln und Streichen nicht dreckig werden.



Eine besondere Herausforderung war die 3,70 Meter lange Fensterbank im Zwerchgiebel, die wir aus zwei Teilen zusammensetzen mussten und die Fensterbank im Windfang.
Dort ist die Fensterbank ca. 40 cm tief, da wir die Fensterbank als Sitzbank verwenden werden. Diese musste passgenau eingeschnitten und eingebaut werden, damit die Spachtler diese einspachteln können. Wir werden für die Stabilität später noch Holzbeine anbringen, sobald der Boden fertig ist.


Nun sind wir aber endlich fertig und sind sehr froh darüber, dass wir nicht selbst das ganze Haus Spachteln müssen.
So können wir uns nun bei herrlichem Frühlingswetter um die restliche Holzverkleidung der Garage kümmern, bis wir bereits Ende April zum Streichen des Hauses anrücken können.

Auch das Estrichtrocknungsprogramm ist schon wieder am Ende und die erwartete Pause ist ohne wirkliche Pause zu Ende 😀.

Letzte Trockenbauarbeiten vor dem Spachteln

Während die Heizung eingebaut wurde und der Estrich trocknete begannen wir mit den letzten Arbeiten, die erledigt werden mussten, damit ab 22. April die Spachtler anrücken können.
Und so begannen wir damit, die noch offenen Wände im Badezimmer mit Gipskarton zu beplanken. Dies hatten wir noch nicht fertig gestellt, da wir in der Dusche eine große Nische zur Ablage einbauen wollten. Da der Sanilüfter noch besser abgedichtet werden musste, war auch hier noch ein Teil der Wand offen. Aber auch dies konnten wir endlich abhaken, nachdem der Sanilüfter durch unseren Bauleiter abgedichtet wurde. Dieser Punkt war noch vom Blower-Door-Test offen (Der Blower-Door-Test).
Auch für den Spiegelschrank und einen offenen Schrank im Badezimmer mussten wir die bereits vorhandenen Vertiefungen mit Gipskarton verkleiden und auf die gewünschte Größe bringen.



Im Gäste-WC haben wir auch wie im Badezimmer eine Nische in der Dusche eingebaut.
Für die restlichen Fenster, die nicht bodentief sind, fehlten noch die Fensterlaibungen aus Gipskarton, was wir ebenfalls nachholten.

Viel Zeit und Mühe kostete auch die gewünschte TV-Nische im Wohnzimmer. Durch einen verdeckt eingebauten Kabelschacht werden später die Kabel des Fernsehers nicht zu sehen sein und der Fernseher wird ein Stück in der Wandvertiefung verschwinden. Nachdem wir die Nische gebaut und mit Gipskarton verkleidet war, konnten wir auch endlich die letzte Wand im Wohnzimmer mit Gipskarton verschließen.


Nachdem in der Zwischenzeit das Heizprogramm für den Estrich lief, erledigten wir die Arbeiten bei angenehm warmen 32-39 Grad im Haus. 😀
Wir mussten noch einmal alle Schrauben in allen Wänden prüfen, ob diese weit genug versenkt sind, damit diese nach dem Spachteln nicht mehr zu sehen sein werden. Außerdem  hobelten wir noch alle Gipskartonkanten und Überstände an Fenstern, freistehenden Wänden und Türen ab.
Auch im Zwerchgiebel mussten wir noch die letzten Wände mit Gips verschließen, da vorher noch ein fehlender Fensterkontakt für die Hebeschiebetüre nachgezogen werden musste.

Im Schlafzimmer bauten wir noch ein Podest hinter dem Bett:

Hausanschluss und Start des Estrichtrocknungsprogramm

Damit die Heizung auch in Betrieb genommen werden kann, musste diese natürlich an den Strom angeschlossen werden.
Dies kann man temporär über den Baustromkasten machen oder direkt am Hausanschluss.

Die Beantragung des Hausanschlusses war im Vorfeld ein großes Thema. Bereits im Oktober beantragten wir diesen zusammen mit dem Baustrom und es dauerte ziemlich lange, bis wir einen Termin und eine Genehmigung von der Netzgesellschaft erhielten.

Dazu mussten z.B. die Abstände der Mehrsparte zur Wand exakt eingehalten werden. Diese werden bei einem Besichtigungstermin vorab geprüft. An diesen Termin wurde auch festgelegt, welches der Leerrohre für was verwendet werden muss (Strom, Glasfaser, Wasser).
Auch eine lichtbogenfeste Platte wird an der Wand des Hausanschlusses vorausgesetzt.
Diese Platten sind normal sehr teuer und schwer zu besorgen. Taglieber hat deshalb die GKF Platten, die wir im ganzen Haus verwendet haben, von einem Labor untersuchen lassen und uns ein Zertifikat zur Verfügung gestellt, dass auch diese Platten die Voraussetzungen erfüllen.

Am Ende erhielten wir einen Termin für den Hausanschluss am 08.04.2020.
Gemeinsam mit unseren Bauleiter und Elektriker entschieden wir das Trocknungsprogramm 3 Tage später am 09.04.2020 zu starten, damit der Elektriker nur einmal kommen muss und die Heizung direkt am Hausanschluss anschließen kann.

Am 08. April war es dann soweit: die Netzgesellschaft war vor Ort, um den Stromanschluss in das Haus zu legen. Dazu war ein beauftragter Elektriker der Netzgesellschaft vor Ort, ein örtlicher Baggerfahrer und unser Elektriker.
Nachdem wir kurze Überzeugungsarbeit leisten mussten, dass die verbaute Platte auch geeignet ist (zum Glück hatten wir ein Zertifikat), begann der Elektriker der Netzgesellschaft den Hausanschluss zu montieren.
Natürlich hat sich der Monteur nicht an die Vereinbarung gehalten und hat ein anderes Leerrohr für den Stromanschluss verwendet. Vorab hatten wir das Kabel welches zum Verteilerschrank führt extra exakt mittig über das besprochene Leerrohr ausgerichtet was jetzt sozusagen umsonst war...


Unser Elektriker war an diesen Tag auch vor Ort um unseren 1,5 Meter breiten KNX-Schrank im Technikraum zu montieren und die Heizung anzuschließen. Im Schrank hat er temporär den Baustromzähler montiert, welcher von der Netzgesellschaft später nochmal ausgetauscht wird.
Auch hat er direkt den Wechselrichter für die PV Anlage montiert. Dieser ist allerdings noch nicht im Betrieb.



Am 09. April war dann noch einmal ein Mitarbeiter des Sanitärlers vor Ort, um die Heizung in Betrieb zu nehmen und das Trocknungsprogramm für den Estrich zu starten. Heute hatte es deshalb bereits 25 Grad im Haus. Das Programm wird nun 12 Tage laufen und Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad fahren, damit der Estrich am Ende der Laufzeit belegreif ist. Wenn das Trocknungsprogramm abgeschlossen ist, können die Spachtler anrücken.

Unser Technikraum wird voll - Einbau Heizung

Nachdem wir den Technikraum einen Tag vorher Just-In-Time fertig gestellt hatten (Endspurt im Technikraum), stand ein Highlight bevor, welches das Herz jedes Bauherren höher schlagen lässt:
Ab den 26. März wurde die Heizung eingebaut, das Herzstück des Technikraums. Eine über 400 kg schwere Wärmepumpe mit zentraler Belüftung, Warmwasseraufbereitung und Wärmerückgewinnung. Ergänzt wird diese durch unsere bereits vorhandene PV-Anlage auf dem Dach.

Da wir immer wieder gefragt werden, wie genau die Wärmepumpe funktioniert, hier ein paar Details:
Die Energie für wohlige Raumtemperaturen und warmes Wasser zieht die Wärmepumpe aus der Außenluft. Sie funktioniert praktisch wie ein Kühlschrank nur anders herum.
Damit die Wärme im Haus bleibt sorgt das Lüftungsmanagement. Es gewinnt aus der Abluft bis zu 90 % der Wärme zurück.
Bei der Wärmepumpe handelt es sich um einen sogenannten Inverter. D.h. die Drehzahl des Kompressors wird so reguliert, dass nur die wirklich benötigte Wärmemenge produziert wird, die aktuell benötigt wird.

Unser Sanitärler war insgesamt 4 Tage beschäftigt, bis alle Rohre richtig angeschlossen waren und auch die Lüftungsrohre vom Lüftungsverteiler zur Heizung angeschlossen waren. Auch der 400 Liter große Pufferspeicher wurde bereits eingebaut und angeschlossen.


Außerdem hat unser Sanitärler an den 4 Tagen den Wasseranschluss ins Haus gelegt. So haben wir nun endlich Wasser im Haus, welches wir dank einem provisorischem Waschbecken im Technikraum nutzen können. Auch ein Außenwasserhahn ist nun bereits in Betrieb.

In unserem Ort ist man selbst für den Wasseranschluss verantwortlich. Deshalb musste Jörg und sein Papa bereits am 21. März ein ca. 1,5 Meter tiefes Loch in der Einfahrt ausheben, um die Anschlüsse und die Leerrohre der Mehrsparte freizulegen.

Auch für die Regenwassernutzung der Zisterne hat unser Sanitläler alles vorbereitet.
In der Zisterne wurde eine Pumpe angebracht und 2 Leitungen in den Technikraum gelegt. Eine Leitung in der das Zisternenwasser zu den Toiletten und einen Außenwasserhahn transportiert wird.
Und eine weitere getrennte Leitung um die Zisterne bei langanhaltender Trockenheit nachzuspeisen, da sonst unsere Toilettenspülung ohne Wasser in der Zisterne nicht funktionieren würde.



Wir sind sehr froh, dass auch dies zum geplanten Termin geklappt hat. Am 25. März hatten wir die Info bekommen, dass die Spedition die Heizung nicht rechtzeitig liefern kann, da aufgrund der Krise Mitarbeiter fehlen. Am 26. März kam in der Früh dann doch der erlösende Anruf, dass die Heizung doch heute geliefert wird und die Spedition irgendwie einen Fahrer aufgetrieben hatte.
Als nächstens muss die Heizung nun durch unseren Elektriker verkabelt werden.

Die wunderbare Welt der Fliesen 2.0

Nachdem wir bereits im Januar Fliesen bemustert hatten und uns doch recht schnell auf eine tolle Mischung geeinigt hatten, dauerte es doch noch einige Wochen, bis alle Details mit unserem Fliesenleger abgestimmt waren (Die wunderbare Welt der Fliesen). Parallel dazu besuchten wir noch einige andere Ausstellungen, jedoch gefielen uns nirgends die Fliesen so gut wie im ersten Geschäft. Auch preislich lagen alle Ausstellungen im gleichen Preisniveau. Vor der Bestellung der Fliesen nahmen wir von allen ausgesuchten Modellen Muster mit auf die Baustelle, um uns diese vor Ort anzusehen. Schnell war klar, dass wir uns für die teureren Holzoptikfliesen aus dem Fliesengeschäft entscheiden werden - ein paar günstigere Muster aus dem Internet fielen sofort aus der Auswahl, da diese überhaupt nicht echt aussahen. Die Fliesen für das Badezimmer sahen auch im Haus wunderschön aus, und so erwies sich nur noch das Gäste-WC als Problem: Durch die Wand mitten im Gäste-WC zwischen Dusche und Toilette wirkt das Gäste-WC ohnehin schon recht dunkel. Unsere ausgesuchten braunen und grauen Fliesen machen den Raum leider noch dunkler:


Daher mussten wir uns hier noch einmal eine neue Farbe aussuchen - glücklicherweise gab es einen hellen beige-Ton zur braunen Fließe. Wir änderten noch die Steinoptikfliese für die Steinwand auf der Waschbckenseite von beige auf braun, und schon waren wir wieder zufrieden. Nachdem wir nun die genauen Mengen und Formate mit dem Fliesenleger besprochen hatten, konnten wir endlich die Fliesen bestellen.



Einbau Garagentor und Nebentür Garage

Parallel zum Fliesen und Streichen im Technikraum mussten wir ebenfalls die Garagentorwand sowie die Wand der Nebentüre der Garage fertigstellen, damit das Tor eingebaut werden kann.
Hier mussten wir beim Spachteln allerdings selbst Hand anlegen, was aber Dank der Hilfe von Jörgs Papa kein Problem war:



Nach dem 2ten mal verspachteln musste noch alles sauber geschliffen werden, was eine sehr mühselige Arbeit war.
Und natürlich mussten wir auch hier die Wände grundieren und zwei Mal streichen.
Aber auch das schafften wir zum Glück wieder rechtzeitig:


Heute am 25. März wurde dann das Sektionaltor und die Nebentüre eingebaut. Für beides wählten wir das gleiche grau unserer Fenster und sind sehr begeistert, wie schön beides aussieht. Für die Nebentüre haben wir noch ein Fenster im oberen Bereich ausgewählt, damit es in der Garage im hinteren Bereich nicht zu dunkel wird.





Endspurt im Technikraum

Damit ab morgen dem 26. März die Heizung für das benötigte Trockenprogramm des Estrichs eingebaut werden kann, mussten wir bis dahin den Technikraum fertigstellen. Dazu rückten bereits letzte Woche Mittwoch und Donnerstag die Spachtler an und verspachtelten unseren Technikraum:


Unsere Aufgabe war es, den Technikraum rechtzeitig zu fliesen und zu streichen. So begannen wir letzten Freitag damit, die Holzbalkendecke sowie das Fenster im Technikraum mit Folie abzukleben und den Boden abzudecken. Auf die verspachtelten Gipskartonplatten trugen wir im Anschluss eine Grundierung mit dem Pinsel auf.
Am nächsten Tag grundierten wir um 7 Uhr den Boden für das Fliesen. Nach einer Trocknungszeit von 2 Stunden begannen Jörg und sein Papa damit die Fliesen zu verlegen. Bereits am frühen Nachmittag hatten wir den Raum soweit es ging fertig:


Am Sonntag fliesten wir den Rest und verfugten die Fliesen. Montag Abend setzen wir den Sockel, was einige Zeit in Anspruch nahm und legten eine Nachtschicht für den 1. Anstrich ein. Bei der Farbwahl war es uns wichtig, keine reine Dispersionsfarbe zu verwenden, da diese die Wände verschließt und nicht diffusionsoffen ist. Dank der Beratung unseres Bauleiters entschieden wir uns für eine Silikatfarbe, die zu 95 % natürlichem Ursprungs ist. Und damit die Gipskartonwände nach dem Streichen nicht zu glatt aussehen und man jede Unebenheit sehen würde, haben wir uns für eine feine Körnung entschieden. Unserer Farbe ist daher eine geringe Menge Quarzsand beigemengt, wodurch die Körnung für Struktur sorgt.
Beim Streichen mussten wir beachten, die Farbe mit der Farbrolle immer von oben nach unten zu streichen und nicht quer, damit die Körnung überall gleich aussah. Glücklicherweise lies sich die Farbe sehr gut verarbeiten.
Am nächsten Tag brachten wir noch das Silikon am Sockel an und strichen den unteren Wandbereich mit dem ersten Anstrich.
Der 2. Anstrich heute war zum Glück schneller erledigt. Und damit ist nun alles rechtzeitig fertig für die Heizung.


Eigentlich haben wir uns auf eine angenehme Verschnaufpause gefreut - denn der Estrich benötigt insgesamt ca. 5 Wochen, bis die Wände über Taglieber verspachtelt werden können. Erst danach müssen wir wieder zum Streichen des Hauses anrücken.
Aber nun haben sich schon wieder so viele Themen angesammelt, die wir in dieser Zeit erledigen müssen.
So wollen wir noch die Garage mit Holz verkleiden, an den Fenstern fehlen noch die Laibungen mit Gipskarton im Haus, auf dem Spitzboden muss noch eine Dämmung und OSB ausgelegt werden, die Fensterbänke müssen eingebaut werden, und und und… Uns wird also erst einmal nicht langweilig werden. 😀

Bemusterung der Türen

Trotz Corona-Krise läuft auf unserer Baustelle im Moment alles nach Plan. Glücklicherweise konnte heute am 19. März der Bemusterungstermin für die Innentüren stattfinden: 8 Innentüren, eine Türe für den Abstellraum in der Garage und eine Brandschutztüre zwischen Haus und Garage sowie eine Glasschiebetüre wurden von uns ausgesucht. Wir waren bereits vor einem Jahr vor Ort in der Türenausstellung, um uns grob die Holzoptik im Haus zu überlegen und uns umzusehen, was es für Möglichkeiten gibt. Die Auswahl an Türen dort war gigantisch, nicht nur an  einzelnen Türen, auch an den Drückern, Glaselementen, Gestaltungselementen der Türen, Glastüren, etc.

Passend zu unserem Holzhaus träumten wir natürlich von Echtholztüren. Uns war aber klar, dass diese sehr empfindlich und sehr teuer sein würden. Daher hofften wir auf eine kostengünstigere Alternative.
Zuerst wurden uns die CPL-Türen gezeigt. Diese sind wie Laminat mit einer bedruckten Holzoberfläche versehen und sehen dadurch nach einer Holzoberfläche aus. Die Türen gefielen uns gut - bis wir einen Blick auf die furnierten und Echtholztüren warfen. Natürlich gefielen uns diese besser, denn eine echte Holzoberfläche sieht einfach viel natürlicher und überzeugender aus als nur ein Aufdruck.
Natürlich gefiel uns die teuerste Tür am besten - eine gebürstete Echtholztür in Eiche. Diese war aber 4x so teuer wie die CPL-Türen und damit sofort aus dem Rennen. Daher entschieden wir uns als Kompromiss für eine furnierte, lackierte Eichentür mit einer Längsmaserung ohne Schnickschnack, die uns sehr gut gefiel. Mit den ausgewählten Türen sollten wir nun genau in unserem gesetzten Budget liegen.

Auch eine eingebaute Glasschiebetüre für den Eingang zum Wohnbereich wurde ins Angebot aufgenommen sowie eine weiße Türe für die Küche, da wir dort schon sehr viel Holz durch die Küche haben werden.
Jörgs Onkel wird das Angebot der Türenausstellung erhalten, die Türen bei uns ausmessen und im Anschluss die ausgesuchten Türen bestellen und vor Ort einbauen. Auch den Parkett im Obergeschoss werden wir über Ihn beziehen. Für das Parkett haben wir bereits Farbmuster angefordert.  Es wird sehr schwierig werden, die verschiedenen Holzarten im Haus aufeinander abzustimmen. Aber da wir Holz lieben, wird es uns hoffentlich am Ende auch richtig gut gefallen.




Estricharbeiten sind abgeschlossen

Am 13. März war es soweit: An nur einem Tag wurde der Zementestrich im ganzen Haus verlegt. 2 Tage durften wir das Haus nicht betreten. Jetzt ist fleißig lüften angesagt und die Fenster müssen immer wieder vom Kondenswasser getrocknet werden. Nachdem man nun im Erdgeschoss 22 cm höher steht und im Obergeschoss 16 cm sieht alles auf einmal ganz anders aus. Die unzähligen Kabel und Rohre am Boden sind verschwunden und wir können nun endlich auch aus manchen Fenstern hinaussehen, nachdem dies zuvor nur auf Zehenspitzen möglich war.

Nun steht bereits die nächste terminkritische Aufgabe an:
Der Technikraum muss fertig gestellt werden, damit ab 25. März die Heizung eingebaut werden kann. Ab 6. April soll dann das Trocknungsprogramm für den Estrich starten.
Dank einem Estrichbeschleunigers im Technikraum ist dort der Estrich bereits nach 7 Tagen belegreif. Diese Woche werden deshalb am 18. und 19. März die Verspachtler anrücken und den Technikraum zwei mal spachteln und schleifen. Ab Freitag kümmern wir uns um den Rest und werden den Technikraum streichen und zu fließen.





Vorbereitungen für den Estrich

Bereits am 20. Februar fand die Besprechung mit unserem Bauleiter, dem Estrichleger und der Sanitärfirma auf der Baustelle statt, um alles für die bevorstehenden Estricharbeiten zu besprechen.

Damit es mit den nächsten Schritten weitergehen konnte, hatten wir die Aufgabe, das Haus rechtzeitig komplett leer zu räumen und auch die Baustellentreppe musste für den Estrich nach oben gehängt werden. Alle Kabel mussten ebenfalls nach oben gebunden werden, damit nichts mehr auf dem Boden aufliegt.



Doch das war noch nicht alles: Alle Löcher in der Erdgeschossdecke mussten abgeklebt werden - und das waren eine Menge. Denn es entstanden nicht nur unzählige Löcher auf der Folie der Erdgeschossdecke beim Arbeiten, auch alle Löcher, welche wir selbst gebohrt hatten mussten abgeklebt werden. Und so klebten wir die Löcher der ca. 50 gebohrten Spots im Erdgeschoss, einige Präsenzmelder und Rauchmelder ab, damit die Splittschüttung und der Estrich später nicht durch die Löcher tropft. Ebenso mussten ca. 50 weitere Spots in der Obergeschossdecke abgeklebt werden und die Einschubtreppe, damit nicht zu viel Feuchtigkeit in den Dachboden gelangt. Dank der fleißigen Hilfe unsere Familie konnten wir dies aber auch alles rechtzeitig fertigstellen.


Am 04. März wurde dann die Splittschüttung mit einer Estrichmaschine auf die Erdgeschossdecke durch den Estrichleger aufgetragen:




Am 11.März rückte der Estrichleger erneut am um die Dämmung zu verlegen:



Bereits am 12. März wurde die Fußbodenheizung durch unseren Sanitärler im gesamten Haus verlegt.
Die Lüftungsrohre wurden bereits Ende Februar aus allen Räumen am Boden in den Technikraum verlegt.
In der Zwischenzeit war ebenfalls auch unser Elektriker nochmal auf der Baustelle um die Steckdosen und Spots zu verdrahten.

Nach einer etwas stressigen Phase ist nun endlich alles bereit für den Estrich! 😀

Innenausbau Teil 2 - Mission completed

Nachdem wir alle Wände mit Jute gedämmt hatten (Dämmen mit upgecycelten Kakao-Transportsäcken), ging es für uns direkt weiter: Alle noch offenen Innen- und Außenwände mussten mit Gipskartonplatten verschlossen werden. Da wir im Gegensatz zu dem 1. Teil der Innenausbauarbeiten keinen Urlaub hatten und sowieso eine dritte Person für die schweren Gipskartonplatten benötigten, bewerkstelligten wir diese Arbeiten an den Wochenenden und neben der Arbeit an den Werktagen. Natürlich waren auch hier wieder einige Besonderheiten zu beachten. So mussten für schwere Schränke, die aufgehängt werden sollen eine Verstärkung in der Wand eingebaut werden. Die Verteilerkästen für die Fußbodenheizung sowie die Spülkästen in den Bädern mussten ausgeschnitten werden und so weiter. Und auch das Verschließen der Wände unseres Zwerchgiebels in 6 Meter Höhe erwies sich trotz unserem Gerüst in der Galerie als Herausforderung, ebenso das Anbringen der Gipskartonplatten an der Decke im Eingangsbereich. Aber auch das konnte uns nicht stoppen und so schafften wir es wie geplant dank der Hilfe von Jörgs Familie, Anfang März den Innenausbau abzuschließen.




Die ersten Möbel sind eingetroffen

Nachdem wir lange im Vorfeld die Möbelpreise beobachtet hatten, war es endlich soweit, unsere ersten Möbelstücke für das Haus zu kaufen. Daher entschieden wir uns bereits Ende Dezember dazu, ein neues Esszimmer zu bestellen. Bereits seit Jahren schwärmen wir von einer massiven Sitzbank mit den passenden Stühlen und nachdem wir kurz vor Silvester im Internet den bisher günstigsten Preis gefunden hatten, wurde die Sitzbank mit 4 passenden Stühlen kurzerhand bestellt. In einem großen Möbelhaus fanden wir dann auch im Angebot einen schönen Massivholzesstisch, den wir ebenfalls direkt kauften. 10 Wochen später stehen die Möbel nun in Jörgs Elternhaus und warten auf den Einzug in unser Traumhaus. Neben der neuen Küche und den bestellten Sanitärmöbeln werden wir einen Teil unserer alten Möbel mit umziehen: unser  Wohnzimmer, unser Bett und unser Arbeitszimmer. Die restlichen Möbel werden wir dann nach und nach dazukaufen.


Das Möbelhighlight in unserem Haus wird aber ein zwei Meter langer Kratzbaum im Wohnzimmer sein, den wir bereits im Winter 2018/2019 selbst an etlichen Samstagen aus massiven Fichten- und Eichenholz gebaut, gesägt und mit Sisal umwickelt haben. Auch die Stoffelemente dazu haben wir selbst genäht. Der Kratzbaum wartet ebenfalls in Jörgs Elternhaus auf den Aufbau in unserem Traumhaus.
Wir hoffen, dass sich unsere Katzen dadurch im Haus gleich viel wohler fühlen werden.

Unsere Haustüre ist eingebaut

Heute am 27. Februar war es endlich soweit: die Haustüre, welche wir im Mai 2019 bemustert hatten, wurde auf der Baustelle eingebaut. Zuerst bangten wir, ob Sie auch richtig sein würde (Türrichtung, Glaselement), aber zum Glück wurde alles richtig produziert. Wir sind richtig begeistert, wie schön die Haustüre aussieht.



Auch die fehlende Fensterscheibe im Wohnzimmer wurde eingebaut, wodurch das Wohnzimmer noch heller wurde als vorher. Auch die Blende zwischen den Wohnzimmerfenstern wurde innen eingebaut, wodurch das Fenster nun auch innen komplett fertig sind. Auch von außen wurde ein Aluprofil zwischen den Eckfenstern angebracht. Jetzt fehlten nur noch die Blenden vom Zwerchgiebel innen und außen.