Unser Gartenzaun - Teil 1

Nachdem die Entscheidung für die Terrasse viel länger dauerte als geplant (Terrassenplanung - von WPC über Keramik und Holz zu Kebony) wollten wir die Zeit nutzen, bis wir mit der Terrasse loslegen können. Zum Glück hatten wir bereits letztes Jahr den Gartenzaun gekauft (Unser Gartenzaun ist auf Lager gelegt), daher planten wir, mit diesem schon mal loszulegen.

An der langen Grundstücksgrenze zum Nachbarn vereinbarten wir schon vor langem, dass wir den Gartenzaun nicht nur gemeinsam kaufen werden, sondern diesen auch zusammen anbringen werden. Denn glücklicherweise erledigt unser Nachbar auch sehr viel in Eigenleistung, und so konnten wir uns wieder einiges an Geld sparen. Bereits letztes Jahr am 07.11.2020 setzten wir im Vorfeld die Rabatte je zur Hälfte.

Am 27.02.2021 setzen wir dann gemeinsam den Gartenzaun auf die vorhandene Rabatte. Da wir insgesamt zu viert waren ging es sehr schnell. Jörg und sein Papa gruben die Löcher an den Rabatten für die Pfosten und unser Nachbar setzte dann mit seinem Papa die Pfosten und den Gartenzaun. Danach betonierten wir noch gemeinsam und bereits mittags waren die vier Heimwerker fertig. Am Nachmittag beschlossen Jörg und sein Papa, auch noch den 7 Meter Gartenzaun an der Nordseite hinter der Garage zu setzen. Schnell stellte sich aber heraus, dass dies deutlich schwieriger geht. Denn unser Gartenzaun ist noch dicker und dadurch schwerer als der ausgewählte Gartenzaun des Nachbarn. Aber nach anfänglichen Schwierigkeiten schafften wir es auch den Zaun auszurichten und so schafften wir an diesem Tag auch noch den kleinen Zaunbereich fertig.


Am 06. März begannen Jörg und sein Papa damit, die Löcher für den Gartenzaun an der Südseite vorzubereiten, an die der Fußweg grenzt. Denn aufgrund des angrenzenden Fußweges mussten erst einmal Löcher für die Pfosten geschaufelt werden und dann der großzügig vorhandene Beton der Pflasterarbeiten weg-gemeißelt werden. Dazu haben wir die Pfostenabstände so gut es ging ausgemessen, damit die Löcher auch später passen. Dies dauerte den ganzen Vormittag. Aufgrund des schlechten Wetters setzen wir dann erst am 27. März den Gartenzaun.

Und hier wurde es dann richtig knifflig: Denn aus unerfindlichen Gründen baute die Erschließungsfirma an dem Fußweg an unserem Grundstück einen Hügel von ca. 20 cm ein. Der Fußweg ist also an der Grenze zum Nachbarn und an der anderen Grenze unseres Grundstücks um 20 cm tiefer als in der Mitte an unserem Grundstück. Dies haben wir beim setzten der Nordseite bereits klassisch mit einer Schlauchwaage gemessen. Von außen ist auch ein deutlicher kleiner Hügel zu sehen.
Wir wollten natürlich ungern den Gartenzaun entsprechend der Steigung abstufen und dann auf der anderen Seite wieder ansteigen lassen. Also tricksten Jörg und sein Papa und mittelten den Gartenzaun aus. So ist er nun in der Mitte an der höchsten Stelle ein bisschen unterhalb vom Fußweg und am Rand ist deutlich Luft zwischen Gartenzaun und Fußweg. Aber optisch gefällt es uns so auf jeden Fall am besten und wir sind froh, diese schwierige Mission gemeistert zu haben. Die beiden letzten Seiten des Gartenzauns wollen wir erst setzen, wenn der Garten soweit fertig ist, da wir nicht wissen, ob wir noch mal Erde herfahren lassen müssen und zum ansäen des Grases später noch Platz benötigt wird, um in das Grundstück zu fahren.

Terrassenplanung - von WPC über Keramik und Holz zu Kebony

Bereits im Sommer 2020 begannen wir damit, Ausstellungen für unsere gewünschte Terrasse zu besuchen. Durch die Steuerreduzierung in 2020 wollten wir auch noch das Material für die Terrasse vorab bestellen. Aber leider kamen wir hier überhaupt nicht voran und die Entscheidung des Terrassenbelags dauerte doch deutlich länger als gedacht:

WPC

Wir planten von Anfang an mit einer Terrasse aus WPC (Holz mit Kunststoffanteilen), da uns eine normale Holzterrasse zu pflegeintensiv war. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass es unmöglich ist, eine WPC-Terrassendiele zu finden, die natürlich aussieht. Der Unterschied zur echten Holzdiele war leider enttäuschend. Völlig perplex waren wir dann auch über den Preis - denn hier muss man für den Quadratmeter zwischen 100 Euro und 130 Euro rechnen - die benötigte Alu-Unterkonstruktion mit ca. 50 Euro natürlich noch nicht mitgerechnet. Und auch WPC hält nicht ewig, je nach Qualität rechnet man mit einer Haltbarkeit von 15 - 30 Jahren. Da wir von keiner Diele begeistert waren, entschieden wir uns nach vielen Ausstellungen also gegen WPC.

Pflaster

Unsere Terrasse zu pflastern war für uns zu keinem Zeitpunkt eine Option, auch wenn man dies gerade in Neubaugebieten mittlerweile fast nur noch sieht. Auch wenn uns das Pflaster unserer Einfahrt wahnsinnig gut gefällt, so sollte unsere Terrasse optisch auf keinen Fall so aussehen. Wir finden es absolut langweilig, wenn hier das gleiche Material eingesetzt wird und es wirkt gerade für eine Terrasse doch sehr puristisch.

Keramik

Also musste eine Alternative her und so stießen wir durch Zufall auf Keramikfließen. Am Anfang wussten wir nicht, dass man auch Keramikfließen auf einer Unterkonstruktion verlegen kann und daher nicht unbedingt ein Splittbett benötigt wird. Denn einer der wenigen Nachteile eines Holzhauses ist, dass man nicht direkt bis an die Hausfassade aufschütten soll. Die dauerhafte Feuchtigkeit könnte sonst Schäden an der Hauswand anrichten, was wir natürlich auf keinen Fall riskieren wollen. Als Alternative dazu könnte man ein Gitter an der Hausfassade anbringen, damit der Schotter nicht zu nahe am Haus ist - aber hier liegt der Preis wieder bei ca. 100 Euro für den Laufmeter - und auch optisch macht das nicht gerade viel her.

Unser Bauleiter empfahl uns eine Kombi aus Holz-und Keramikfließen und schickte uns ein Bild von seiner eigenen Terrasse, was uns sehr schnell überzeugte. Er schickte uns auch Bilder, wie bei Ihm eine unbehandelte Lärchenterrasse nach 5 Jahren aussieht. Im Internet fanden wir dann auch noch ein Bild eines modernen Holzhauses, welches auch eine braune Holzfassade besitzt wie unseres. Auch hier hatte man eine unbehandelte Lärchenterrasse verlegt. Diese sah natürlich auch bereits grau aus, aber irgendwie gefiel uns dieser natürliche Kontrast gerade zu dem modernen Haus überraschenderweise extrem gut. Da unsere Terrasse etwas erhöht sein soll, damit wir eine kleine Trockenmauer und dazwischen eine Blumenbepflanzung anschließen lassen können, passte der Holz-Kontrast zur Trockenmauer im Gegensatz zu Keramik besonders gut.

Holz

Kurzerhand starteten wir mit den Überlegungen, nicht doch eine komplette Holzterrasse zu bauen. Denn da unsere Fassade bereits zwei Materialien besitzt (Holz und Putz), so wollten wir bei der Terrasse nicht auch noch drei Materialien einsetzen (Holz, Keramik und Stein für die Umrandung). Darüber hinaus sollte unser Garten im Gegenzug zu unserem Haus nicht so modern und clean werden - Hier ist uns Natürlichkeit und viel Grün enorm wichtig. Das Grau-Werden störte uns also nicht mehr, aber das Verziehen und Splittern sowie die Verwitterung und folglich die Haltbarkeit und auch Optik machten uns dennoch große Sorgen, schließlich wird unsere Terrasse einmal voll bewittert sein. Wir wollten auch keinen großen Pflegeaufwand mit der Terrasse, denn auch wenn man die Terrasse grau werden lässt, sollte 1-2x im Jahr ein Holzschutz aufgetragen werden und auch abschleifen ist irgendwann nötig. Die Frage war für uns auch: selbst wenn eine günstige Lärchenterrasse 10-15 Jahre halten kann, wie lange sieht diese dann auch noch schön aus? Uns erschien es also utopisch - eine echte Holzterrasse ohne Pflegeaufwand, mit langer Haltbarkeit und wenig splittern, reißen und verziehen. Am ehesten hätte man diese Eigenschaften mit Tropenhölzern erreichen können, aber dies kam für uns aus ökologischen Gründen zu keinem Zeitpunkt in Frage. Schnell fiel dann auch die sibirische Lärche durch, zwar kein Tropenholz aber ebenso viel aus Raubbau und bzgl. der Ökobilanz eine Katastrophe.

Kebony

Man könnte meinen, wir wären in einer Sackgasse gelandet, aber glücklicherweise stießen wir bereits im Herbst 2020 auf die Holzdielen von Kebony. Damals für uns noch uninteressant, weil wir auf WPC fixiert waren. Aber in einem Katalog, den wir damals mitgenommen hatten, sprang es uns dann doch wieder ins Auge: Durch die Behandlung mit einer biologischen Alkohol wird die Zellstruktur der FSC-Kiefernhölzer permanent gestärkt, wodurch sich die Eigenschaften des Materials dauerhaft verbessert. So wird aus nachhaltigem weichen Holz ein Hochleistungsholz, das eine echte Alternative zu tropischen Harthölzern darstellt. Umso begeisterter waren wir von diesen Dielen, zumal der Hersteller bis zu 30 Jahre Garantie auf sein Produkt gibt. Der Preis lag leider im Bereich von WPC, aber dennoch waren wir sehr angetan. Schließlich ist es im Vergleich zu WPC echtes Holz, die Haltbarkeit ist länger und es ist ökologisch besser, und darüber hinaus auch kein Sondermüll wie Kunststoff. Wir besuchten dann im März 2021 zwei Ausstellungen, um uns die Kebony-Dielen vor Ort anzusehen. Ohne dem Berater vorab zu verraten, wofür wir uns bereits interessierten erzählten wir Ihm, was wir gerne hätten. Und sofort führte er uns in den Außenbereich, in dem sich eine 6 Jahre alte Kebony-Terrasse befand. Wir waren sofort begeistert, dass auch der Holzhandel sehr gute Erfahrungen mit dem Produkt gemacht hat und wir uns das Produkt im bewitterten Zustand nach einigen Jahren ansehen konnten. Umso schneller fiel dann die Entscheidung für Kebony und wir sammelten kurzerhand einige Angebote ein. Und nun ist Sie also bestellt, unsere Kebony-Terrasse. Auch wenn wir beim Gesamtpreis mehrmals schlucken mussten, so freuen wir uns nun, schon bald mit dem Fundament starten zu können und unser nächstes großes Projekt anzugehen: Die Terrasse

Herzlich Willkommen

Schon vor vielen Jahren sahen wir in einer Musterhausausstellung einen Eingangsbereich, der uns wahnsinnig gut gefiel. Man konnte nach Betreten des Hauses durch eine große Fensterscheibe in den Garten sehen, darunter war eine Sitzbank eingebaut. Links daneben wurde in die Wand ein Bild aus Holz eingebaut, welches wir sofort bewunderten. Mit Kant- und Rundhölzern war darin in 3D ein Herz zu sehen. Sofort wussten wir: So soll unser Eingangsbereich auch einmal aussehen. Vor allem das Highlight mit dem Herz ging uns nicht mehr aus dem Kopf. Daher sahen wir bereits beim Innenausbau eine 60x60 cm große Vertiefung in der Wand für so ein Holzbild im Eingangsbereich vor, natürlich samt Beleuchtung.

Am 20. März 2021 war es dann endlich soweit: Wir bastelten bei Jörgs Papa in der Werkstatt das Bild. Susanne bereitete dazu als Vorlage eine Sperrholzplatte mit den Maßen 60x60 cm vor, auf der wir die Kanthölzer und das Herz aufmalten. Damit errechneten wir den benötigten Holzbedarf und konnten uns gleich vorstellen, wie es optisch einmal aussehen würde. Dann ging es los: Wir schnitten aus den Kanthölzern verschieden hohe Holzblöcke und Susanne setzte diese auf die Vorlage. Dann musste das Herz auf den Kanthölzern aufgezeichnet werden, damit wir die Herzform mit der Bandsäge ausschneiden konnten. Zum Schluss fehlten für das Herz noch die Rundhölzer aus Buchenholz in der Mitte. Dazu suchten wir verschieden dicke Hölzer aus und schnitten diese wieder in unterschiedliche Höhen und platzierten Sie in der Mitte des Herzes. 



Wir waren gespannt, ob unsere Herzteile auch in unsere Vertiefung passen und die geschnittenen Kanthölzer und die Herzform danach auch noch zueinander passen. Am 21. März 2021 klebten wir dann im Haus mit Heißkleber die einzelnen Teile in die Vertiefung - und glücklicherweise passte alles perfekt. 💪 
Jetzt fehlt nur noch die Beleuchtung. Aber auch so sieht das Holzherz wunderschön aus und wir sind begeistert über dieses besondere Deko-Bild. 😀

D-I-Y Bettrückwand und Zirbenwand

In unserem Schlafzimmer wollten wir ein ganz besonderes Highlight: Eine Wand aus massiver Zirbelkiefer. Da wir große Österreich-Fans sind und wir im ganzen Haus viel Holz haben, so wollten wir im Schlafzimmer doch noch etwas ganz Besonderes: eine Zirbenwand. In vielen Hotels hatten wir so etwas schon gesehen und waren davon richtig begeistert. Nicht nur optisch macht so eine Wand extrem viel her, auch der Duft ist unglaublich angenehm. Vor allem ist das Zirbenholz auch bekannt für seine positive Wirkung auf den Körper: Die Herzfrequenz wird reduziert, der Körper kann sich tiefer erholen, Schlafstörungen werden vorgebeugt und noch viele andere positive Wirkungen können durch das Holz erzielt werden. Bei der Treppenbemusterung (Bemusterung Treppe) mit Taglieber wurde die Wand ausgemessen und schon bald darauf erhielten wir ein Angebot, von dem wir sofort vom Stuhl fielen. Also beschlossen wir schnell, das Thema Zirbenwand doch selbst in die Hand zu nehmen.
Susanne suchte lange im Internet, da es gar nicht so einfach war, so ein Holz aus Österreich zu bekommen. Wir entschieden uns dann aber für unbehandelte massive Zirbendielen, mit denen man sonst einen Fußboden ausstattet. Dies hielt sich zum Glück auch preislich im Rahmen, denn Zirbenholz ist leider alles andere als günstig, da es sehr langsam wächst. Im Dezember bestellten wir dann das Holz und Ende Januar wurde es aus Österreich angeliefert. Am 13. Februar ging es dann endlich los: Mit einigen Latten bauten wir eine Unterkonstruktion an die Wand. Auf dieser verschraubten wir danach die Nut und Feder-Bretter.




Für unser Schlafzimmer wollten wir außerdem eine farbige Bettrückwand aus Stoffen, da wir für unser Wasserbett kein Bettgestell haben und auch keines benötigen, wir uns aber ein optisches Highlight für das Podest hinter dem Bett wünschten. Im Internet gibt es solche Bettrückwandpaneele zu kaufen, diese waren uns dann aber zu teuer. Also lehnte sich diesmal Susanne aus dem Fenster: Das kriege ich selbst genauso gut hin 💪. Also wurden im Internet vier verschiedene Stoffe bestellt - leider kamen einige Stoffe nicht durch Jörgs strenge Endkontrolle - dabei hat doch niemand etwas gegen rosa Einhörner oder Hunde 😉. Nach einer einvernehmlichen Stoffauswahl wurde wie bei der Sitzbankauflage (D-I-Y Sitzbank) Polstervlies, Schaumstoff und eine MDF-Platte für jedes Paneel benötigt und auf dieselbe Weise zusammengebaut. So entstanden 8 wunderschöne Paneele, die unser Schlafzimmer aufpeppen sollen. Diese waren bereits im Sommer 2020 fertig und mussten noch lange Zeit im Umzugskarton ausharren. Im Januar begann Jörg dann damit, 16 Löcher in die Wand zu bohren, damit später an einer Aufhängung jedes Paneel eingehängt werden kann. An jedem Paneel mussten dann noch zwei Aufhängungen befestigt werden, damit diese in die Wandaufhängung eingehängt werden können. Hier mussten wir sehr genau arbeiten, damit die einzelnen Paneele später alle zusammenpassen und auf gleicher Höhe sind. 
Jetzt fehlt nur noch die LED-Beleuchtung und die Auflage für das Podest. Wir sind trotzdem schon überglücklich, wie schön unser Schlafzimmer geworden ist.

Kapitel Spitzboden ist erstmal beendet

Im Winter hatten wir noch eine große Aufgabe vor uns: Auf dem Dachboden mussten Holzweichfaserplatten und darauf eine Schicht OSB-Platten als Boden verlegt werden. Dies ist notwendig, um einen ausreichenden Schallschutz im Haus zwischen den Zimmern zu gewährleisten. Denn zwischen Obergeschoss und Dachgeschoss befindet sich durch unsere Holzbalkendecke nur eine Mehrschichtplatte und durch die ganzen von uns gebohrten Löcher für die Spots, Rauchmelder und Präsenzmelder war hier eine Isolierung zwingend notwendig 😀. 
Jedoch gab es schnell das erste Problem: Die Holzweichfaserplatten müssen für sämtliche Kabel ausgefräst werden, damit diese über die Kabel verlegt werden können und wir später einen geraden Boden haben werden. Normalerweise ist das kein Problem, wenn man nur eine Lampe pro Raum hat... - Da wir im Schnitt aber 8 Spots in jedem Raum haben plus einen Rauch- und einen Präsenzmelder glich der Boden unter dem Dach einem Kabellabyrinth:


Kein Wunder also, dass Jörg viele Abende mit dem Kabelziehen im Vorfeld beschäftigt war. Wir waren schon gespannt, wie lange diese Arbeit dauern würde. Im Idealfall hätten wir diese Arbeit bereits vor dem Einzug erledigt, dies war aber leider nicht möglich. Zum einem waren die Spots so lange nicht lieferbar und zeitlich hätten wir dies vor dem Einzug auch nicht mehr geschafft.

Jörgs Papa schmiedete bereits 2 Wochen vorher einen Plan, wie wir die Holzweichfaserplatten am besten für die Kabel einfräsen können. Ziemlich schnell war klar, das wir dies nicht auf dem Spitzboden machen können, da der Staub beim Schneiden der Platten enorm hoch ist und die ganze Luft sofort von Holzfasern voll ist. Im Dezember bereiteten wir noch die westliche Gibelspitze vor indem wir diese mit Gips verkleideten und zu spachtelten. Mitte Januar starteten wir dann den ersten Samstag auf dem Spitzboden und begannen damit, die erste Ecke des Dachbodens mit Holzweichfaserplatten auszulegen.


Zum scheiden mussten wir die Platten immer vom saunawarmen Spitzboden in eiskalte Garage tragen, wodurch nicht nur der Dachboden schnell voller Holzfasern war, sondern natürlich auch das ganze Haus. Aber der Aufwand hat sich am Ende gelohnt, wenn man sieht wie viel Dreck durch das schneiden entstanden ist:


Wir benötigten 2 weitere Samstage, um die Platten auf dem kompletten Boden zu verlegen. Am 4. Samstag legten wir dann die OSB-Platten aus. Wir sind sehr froh, dieses Thema nun abgeschlossen zu haben, schon allein damit unser Haus nicht mehr so dreckig wird und wir so viel putzen müssen 😀.

Jetzt sieht der Dachboden riesig aus, nachdem das ganze Material verbaut ist. Nur einen kleinen Bereich über dem Zwerchgiebel mussten wir noch offen lassen, da wir planen drei Hängelampen von ganz oben über die Galerie bis zum Esstisch herunterhängen zu lassen. Im Moment ist es über dem Esstisch noch ein bisschen dunkel, dies soll sich natürlich irgendwann ändern. Vor allem auch optisch wird dies noch ein großes Highlight werden. Die Planungen dazu laufen bereits, die Umsetzung wird aber wohl erst im Herbst erfolgen (Die Liste der Aufgaben ist lang... 😀). Auch müssen wir bei Gelegenheit die verspachtelte Gibelspitze noch streichen.


Im Anschluss kehrten wir den Dachboden gründlich, danach konnten wir endlich mit dem Umräumen beginnen. Gerade alte Kartons, die man zwecks Garantie noch benötigt, Deko-Sachen, saisonale Gegenstände, etc. wurden schnell nach oben verfrachtet. Da dies alles im Zimmer im Obergeschoss zwischengelagert wurde, kann man dieses nun auch endlich betreten. Susanne hat sich hier kurzerhand ein provisorisches Arbeitszimmer eingerichtet.


Langweilig wurde uns daher diesen Winter trotz Corona-Einschränkungen bis jetzt noch nicht, denn schließlich steht auch schon wieder die nächste Aufgabe an: Susanne hat aus Österreich massive Zirbenholzdielen bestellt, mit denen wir die noch offene Wand im Schlafzimmer hinter dem Bett verkleiden wollen. Die noch fehlende selbstgebastelte Bettrückwand soll in diesem Zuge ebenfalls abgeschlossen werden. Danach können wir hoffentlich bald mit der Terrassenplanung weitermachen, was ein weiteres großes Thema sein wird.

Unser Gartenzaun ist auf Lager gelegt

Nachdem die Planung unserer Terrasse nur schleppend voranging (dazu mehr in einem separaten Beitrag) und wir die Steuerreduzierung dieses Jahr unbedingt noch irgendwie ausnutzen wollten, begannen wir damit, den Gartenzaun zu planen. Wir waren uns schnell einig, dass wir einen Doppelstabgitterzaun in anthrazit haben möchten. Dieser gefällt uns optisch sehr gut und passt auch zum Grau in unserer Fassade - der einzige Nachteil ist leider, dass man diesen Zaun extrem oft in Neubaugebieten sieht. Durch unseren Bebauungsplan ist die Höhe des Gartenzauns auf max. 1,20 Meter festgelegt, daher mussten wir uns mit dieser Höhe begnügen und es gab nicht mehr viel zum festlegen. Wir haben uns auch noch für ein Gartentor entschieden, damit man später von der Einfahrt direkt in den Garten und auf die Terrasse gehen kann. Einzig auf die Qualität mussten wir noch achten. Dazu studierten wir alle möglichen Unterschiede und entschieden uns am Ende auch für ein stärkeres Material des Zauns (8 statt 6 mm) und einen Zaun, der am Stück feuerverzinkt und pulverbeschichtet wird. Schnell waren ein paar Angebote eingeholt und ein Baustoffhandel aus der Nähe machte ein super Preis. Also bestellten wir kurzerhand dort den Gartenzaun, schließlich hatten wir auch dort zum günstigsten Preis die Pflastersteine der Einfahrt gekauft. Schon gut 1 Woche später konnten wir den Gartenzaun mithilfe eines großen Anhängers von Jörgs Onkel abholen. Nachdem wir alles abgeladen hatten, sind wir vorerst mit dem Thema Gartenzaun fertig. Anbringen werden wir diesen erst im nächsten Jahr.

D-I-Y Sitzbank

Im Windfang hatten wir eine Sitzbank aus massiver Eiche vorgesehen, welche wir nach Maß selber bauen wollten. Bei der Bemusterung der Fensterbänke hatte uns unser Bauleiter auf die Idee gebracht, die benötigte Fensterbank aus Eiche als Sitzbank zu verwenden. So sparen wir uns den Bau einer ganzen Sitzbank, die viel Zeit und auch für das Material einiges an Geld gekostet hätte. Also bestellten wir die Fensterbank bei Taglieber in der entsprechenden Breite für die Nische und bauten diese zusammen mit den anderen Fensterbänken ein (Einbau der Fensterbänke). Um die Sitzbank nutzen zu können, fehlten aber noch Füße, damit die Sitzbank später auch stabil genug ist. 
Am 21. November hatten wir dann endlich Zeit, dieses Thema anzugehen. Damit die Sitzbank noch massiver aussieht und zur besseren Stabilität haben wir ein Eichenkantholz unter die Fensterbank gebaut. 


Im Anschluss befestigten wir 3 Füße am bereits angebrachten Holz. 
Und so ist die Sitzbank nicht länger nur Deko, sondern man kann sich auch endlich darauf setzen. Optisch sind wir richtig zufrieden, wie toll es jetzt mit der fertigen Sitzbank aussieht. Den Bereich unter der Sitzbank nutzen wir als Schuhablage, damit diese nicht im Weg stehen.
Vor allem, wenn der hintere Gartenbereich nächstes Jahr angelegt sein wird, soll man durch das Fenster hinter der Sitzbank einen wunderschönen Blick in den Garten haben. Susanne plant bereits ein schattenverträgliches Beet mit Ziergräsern, Hortensien, Prachtspieren. In der Mitte soll ein immergrünen Kugelbaum das optische Highlight sein. 
Die benötigten Sitzbankauflagen erstellte Susanne bereits im Juli vor dem Einzug. Angelehnt an den grauen Stoff der Esszimmermöbel bestellte Sie einen passenden Stoff im Internet, ebenso 3 Schaumstoffe in der entsprechenden Größe, Polstervlies und MDF-Platten. Nachdem der Stoff mit jeweils 5 cm an jeder Seite größer zugeschnitten wurde, begann die eigentliche Polsterarbeit: Der Stoff wurde auf den Boden gelegt, damit keine Falten entstehen. Darauf kam dann das genau so große Polstervlies, der exakt nach Maß zugeschnittene Schaumstoff und zum Schluss die MDF-Platte. Der Stoff und das Polstervlies wurden nun um den Schaumstoff und die MDF-Platte straff gefaltet und festgetackert. So entstanden drei tolle Sitzbankauflagen für den Windfang. 



Zwei Kissen wurden kurzerhand in einem schwedischen Möbelhaus gekauft und nun ist Sie endlich fertig: Unsere Do-it-yourself-Sitzbank

Es geht los - es wird gepflastert

So langsam hatten wir alle Vorbereitungen (Startschuss bei den Außenanlagen - Vorbereitung Einfahrt) für das Pflastern getroffen - allerdings fehlte noch eine Entwässerungsrinne. Diese muss am Ende unserer Einfahrt vor dem Fußweg zur Entwässerung eingebaut werden, da unser Hof später mal ein Gefälle von der Garage zum Fußweg aufweist und Oberflächenwasser nicht einfach auf die Straße laufen darf.
Die Entwässerungsrinne auszuwählen kostete Jörg sehr viel Zeit, da es sehr viele verschiedene Rinnen gibt und alle besseren sehr teuer waren. Uns war es wichtig, dass diese für kleinere Lkws befahrbar ist und das Gewicht entsprechend aushält. Am Ende bissen wir in den sauren Apfel und bestellten eine Rinne bei einem Baustoffhandel, da uns die Alternativen wie z.B. ein 3-Zeiler im Pflaster nicht gefielen.
Nachdem wir am ersten Oktoberwochenende durch den Feiertag am Samstag nichts großes machen konnten, führten wir Freitag Nachmittag nur ein paar vorbereitende Arbeiten durch.
Erst am zweiten Oktoberwochenende konnten wir am Freitag just in time die Rinne endlich im Baustoffhandel abholen und mit dem Einbau starten. Samstag Abend hatten wir die Rinne eingebaut die beiden Reihen vor und nach der Rinne gepflastert:


Fürs Pflastern mussten wir dann am 16.10.2020 noch final mit Mineralbeton auffüllen und als Pflasterbett noch Edelsplitt einbauen. Also fuhren wir gefühlt wieder hunderte Schubkarren mit Mineralbeton in den Hof und rüttelten diese fest.
Am Ende bauten wir den Edelsplitt ein und bereiteten alles für das Pflastern vor. Dies mussten wir sehr sorgfältig erledigen, damit später die Höhe der Pflastersteine passt:


Für den 17. Oktober bestellen wir zusätzlich Susannes Schwager als Unterstützung, damit wir gemeinsam die großen Pflastersteine verlegen konnten. Unser Pflaster besteht aus drei unterschiedlichen Größen und wird im wilden Verband verlegt. Nachdem wir die letzten Unebenheiten beseitigten, legten wir zuerst die lange Pflasterreihe vor der Garage auf den Edelsplitt. Von dort aus arbeiteten wir uns Richtung Haustüre und Richtung Entwässerungsrinne vor. Da für die Stufe bei der Haustür noch eine Natursteinplatte fehlt, konnten wir hier noch nicht komplett an die Haustür pflastern. Schnell gab es jedoch die ersten Probleme: Unsere Vorlage für das Verlegemuster war nicht breit genug und somit wussten wir nicht, wie das Verlegemuster bei der Breite unserer Einfahrt weitergehen würde. Wir rätselten ewig und kamen leider nicht hinter die Lösung, wie das Muster fortzuführen ist. Bei allen möglichen versuchen liefen dann die Fugen ein paar Reihen später wieder durch (was beim wilden Verband nicht gewünscht ist...). Also verlegten wir das Pflaster am Ende nach Gefühl. Wir hatten schon Angst, dass die bestellten Pflastersteine nicht aufgehen würden, da pro Steingröße eine bestimmte Menge an Pflastersteinen für das Muster vorgesehen waren. Aber am Ende klappte alles sehr gut und wir konnten das Pflaster komplett verlegen:


Am 23. und 24. Oktober starteten wir damit die Pflastersteine an den Rändern und an den Blumenbeeten sowie den Kanaldeckeln zuzuschneiden. Für die Rundschnitte an den Kanaldeckeln besorgen wird uns extra eine spezielle Kurvendiamantscheibe.
Da wir auf der Gargenrückseite ebenfalls einen kleinen Bereich Pflastern wollten, setzen wir an diesem Wochenende dort ebenfalls unsere Pflasterblöcke als Randsteine:


Am letzten Oktoberwochenende war es dann endlich soweit. Die finalen Arbeiten standen an.
Vorne schnitten wir die restlichen Steine und kehrten die Fugen mit Quarzsand aus.
Hinten bereiteten wir wieder mit Mineralbeton und Edelsplitt alles zum Pflastern vor und pflasterten auch direkt die kleine Fläche.
Abschließend rüttelten wir das Pflaster vorne und hinten endgültig fest. Und grillten wir natürlich zur Einweihung des neuen Hofes direkt:


Nun sind wir tatsächlich vor dem kalten und schlechten Wetter mit der Einfahrt fertig geworden und sind sehr glücklich, wie schön die Einfahrt geworden ist. Natürlich sind wir auch ein bisschen stolz alles selbst geschafft zu haben und richtig Dankbar für die Tatkräftige Hilfe von Jörgs Papa!
Im Frühjahr wollen wir die Pflanzflächen in der Einfahrt bepflanzen. Dafür arbeitet Susanne bereits an der Planung, welche Pflanzen und Blumen hierfür am besten geeignet sind. Richtung Terrasse wollen wir auch noch ein kleinen Fußweg pflastern, dies können wir aber erst angehen, wenn die Terrasse gemacht wird - ein neues großes Projekt für 2021. Damit wir noch ein bisschen von der Mehrwertsteuerreduzierung dieses Jahr profitieren, wollen wir noch den Gartenzaun sowie das Material für die Terrasse beschaffen, auch wenn wir die beiden Themen erst im neuen Jahr angehen werden.

Endabnahme mit Taglieber

Am 13. Oktober war es soweit. Unser Bauleiter rückte zum vorerst letzten Mal an, um die Endabnahme unseres Hauses gemeinsam mit uns durchzuführen.
Der Termin fand jetzt erst statt, da noch 2 Themen offen waren, die vorher durch die Firma Taglieber abgeschlossen werden mussten: Zum einen fehlte noch die Eckverblendung unseres Zwerchgiebels, sowie eine neue Abdeckung für einen Fußbodenheizung-Verteilerkasten, den die Spachtler leider beschädigt hatten. Beides waren nur Kleinigkeiten, daher waren wir froh, die Endabnahme wie immer harmonisch und gemeinsam ohne größere Baustellen oder gar Streitigkeiten abschließen zu können.
Zurückblickend war es eine komplett richtige Entscheidung den Weg mit Taglieber zu gehen (Der richtige Bauträger - Der Weg zu Taglieber). Die komplette Bauphase lief wirklich einwandfrei.

Zum Glück wurden die fehlenden Eckverblendungen endlich geliefert und so konnte unser Bauleiter diese vor der Endabnahme gleich noch anbringen. Eigentlich hätten diese bereits im Januar mit der Haustüre angebracht werden sollen - jedoch waren diese zuerst zu kurz und dann in der falschen Farbe geliefert worden und hätten unseren Bauleiter fast zur Verzweiflung gebracht 😀.


Nachdem wir gemeinsam bei einem Rundgang durch das Haus noch ein paar kleinere Themen besprochen hatten, erhielten wir das Endabnahmeprotokoll, welches wir gemeinsam ausfüllten und unterschrieben.
Tatsächlich ist nun nichts mehr mit der Baufirma offen und wir sind froh, dieses Thema nun auch abgeschlossen zu haben. Die Schlussrechnung erhielten wir in diesem Zuge ebenfalls.
Nachträglich erhalten wir noch den Energieausweis und weitere Unterlagen zu unserem Haus. Diese können aktuell noch nicht komplett erstellt werden, da wir noch auf unsere Batterie warten.

Eine kleine Überraschung war darüber hinaus die Überreichung unserer aus Edelstahl Hausnummer. Diese haben wir einige Zeit nach dem Termin an unsere Doppelgarage angebracht. So erkennt man viele Taglieber Häuser auch von außen später noch:

Startschuss bei den Außenanlagen - Vorbereitung Einfahrt

Auch wenn im Haus noch längst nicht alles fertig ist, wollten wir dennoch mit der Einfahrt vorankommen, solange das Wetter noch mitspielt. Ziel ist es, die Einfahrt zu pflastern, damit wir pünktlich vor dem ersten Frost unsere Garage nutzen können. Natürlich entschieden wir uns auch hier alles in Eigenleistung mit tatkräftiger Unterstützung von Jörgs Papa anzugehen.
Die Einfahrt zu unserem Haus wurde für die Baustelle bereits durch unseren Maurer konkav geschottert, damit man hineinfahren konnte:


Für die geplanten Pflasterarbeiten und die Rabatten am Rand mussten wir deshalb erstmal wieder einiges an Schotter in harter Handarbeit abtragen. Damit starteten wir am 29.08. und bereits am Abend lies sich ein deutlicher Fortschritt erkennen:


Am Wochenende darauf starteten wir damit den Untergrund der äußeren Randsteine mithilfe eines ausgeliehenen Stampfers zu verdichten. Für unsere beiden Kanäle (Schmutzwasser und Regenwasser) sowie für den Zisternendeckel in der Einfahrt setzen wir Ausgleichsringe auf die vorhandenen Schächte, damit wir bei den Kanaldeckeln auf das Höhenniveau der Straße, bzw. des Pflasters kommen.
Auch kümmerten wir uns um das noch vorhandene Loch in unserer Einfahrt, welches für den Hausanschluss gegraben wurde. Dieses wurde bei der Herstellung des Hausanschlusses vom Netzbetreiber einfach nur mit Erde zugeschüttet. Damit das Pflaster darauf später stabil genug ist, mussten wir Schotter einfüllen und diesen sauber verdichten. Also gruben wir das Loch erstmal wieder auf, um dies dann wieder mit Sand und Schotter zu füllen. Dabei haben wir das Material immer wieder in kleinen Schichten mit dem Stampfer verdichtet.



Wir entschieden uns unsere Einfahrt so breit wie unseren Hauseingang zu machen. Dies bedeutete allerdings, dass wir den dort lagernden Gipsabfall endlich entsorgen mussten und noch mehr schaufeln mussten. Deshalb verbrachten wir das nächste Wochenende nur mit schaufeln für die Vorbereitung der nächsten Schritte.
Da unsere Haustüre leicht erhöht ist, haben wir wieder am Wochenende darauf auch noch eine Stufe vor der Haustüre betoniert. Dazu bauten wir eine Schalung, in die der Beton gegossen wurde. Zwei Tage später entfernten wir die Schalung wieder und haben nun eine schöne Stufe vor der Haustüre. Darauf wollen wir später eine Natursteinplatte legen, die zum Pflaster passen soll.


Nachdem wir gefühlt unendlich geschaufelt haben und unzählige Schubkarrenladungen von A nach B gebracht haben (und manchmal auch wieder zurück 😂) war es am am 25. und 26. September endlich so weit und wir konnten unsere Blöcke als Randsteine setzen: