Endspurt vor dem Jahreswechsel

In der Woche vor Weihnachten passierte noch einmal einiges auf unserer Baustelle. Nachdem wir aufgrund des guten Wetters die ganze Woche gehofft hatten, dass die Verputzer noch einmal kommen, um den Grundputz aufzutragen, wurden wir am Donnerstag endlich erlöst. 3 Verputzer rückten an und begannen, die Hausecken und Fensterbereiche zu verputzen. Als wir am Freitag Morgen auf die Baustelle kamen, waren die Verputzer mit der Putzmaschine bereits am Werk und begannen das Haus zu verputzen. Bereits um 14 Uhr rückte das Team ab und unser Haus erstrahlt nun in einem schicken grau. Sobald das Wetter im Januar wieder mitspielt, wird der Edelputz aufgetragen und das Haus 2 mal angestrichen.

Natürlich waren auch wir in dieser Woche fleißig. ca. 2 Tage verbrachten wir zu zweit damit, die imprägnierten Gipskartonplatten im WC und Badezimmer anzubringen, was gerade im WC besonders schwierig war, da der Raum sehr klein und verwinkelt ist und wir darüber hinaus auch noch die Balken der Holzbalkendecke ausschneiden mussten.
Mit der Unterstützung von Jörgs Papa stellten wir Ende der Woche auf der Stirnseite des Zwerchgiebels nun auch endlich die Holzverkleidung fertig und brachten an einigen weiteren Stellen die Unterkonstruktion für die Holzverkleidung an. Auch im Haus haben wir weiter Gipskartonplatten angebracht. Um diese im Treppenhaus anbringen zu können, baute Jörgs Papa selbst ein kleines Gerüst mit Stahlstützen im Treppenbereich. Auch im Zwerchgiebel fehlte noch die Installationsebene, die wir gemeinsam fertig stellten. Über den Jahreswechsel haben wir noch ein paar kleinere Themen zu erledigen, aber das meiste haben wir erst einmal geschafft. Wenn der Elektriker im Januar wieder kommt, um die Grundinstallation abzuschließen, können wir bald starten mit dem Jute-Dämmen der offenen Wandseiten und diese dann auch mit Gipskarton zu verschließen.




Grundinstallation Elektro

Diesen Montag startete auch der Elektriker mit der Grundinstallation. Als erstes gingen wir bei einem Rundgang durch das Haus alle Punkte gemeinsam durch und besprachen alle Themen. Da wir den Elektriker selbst beauftragt haben, fanden hier im Vorfeld schon viele Gespräche statt und es gab bereits einen Plan, in den wir alle geplanten Taster, Steckdosen, Netzwerkdosen und Lichter grob eingezeichnet hatten. Denn es gibt so viele Dinge, an die wir denken mussten. Bei der Begehung ging es um Lichtkreise, schaltbare Steckdosen und die KNX-Verkabelung. Nach nur 2 Tagen hatten die Elektriker die Grundinstallation für das komplette Obergeschoss fertig und einen Teil des Erdgeschosses. Da wir im kompletten Haus Aufbau-Spots verwenden werden, wird Jörg noch die Löcher bohren, damit der Elektriker im Januar auch hier die Kabel ziehen kann und die restlichen Kabel für die Grundinstallation.

Smart Home - Welches System

Das unser Haus irgendwie smart werden soll stand von Anfang an fest (Smart Home - Ja oder Ja?).
Mittlerweile gibt es unzählige Möglichkeiten auf dem Markt. Wenn man anfängt sich zu informieren, dann findet man z.B. folgende Systeme:
  • KNX
  • Loxone
  • LCN
  • Homematic IP
  • ZigBee
  • HomeKit
  • Innogy
  • Bosch Smart Home
Die Liste lässt sich vermutlich noch sehr lange fortführen.

Uns war vor allem wichtig im Neubau nicht auf eine funkbasierte Lösung zu setzten.
Auch wollten wir uns nicht an einen Hersteller binden, der ein proprietäres System anbietet.
Denn was ist, wenn dieser Hersteller eines Tages das System nicht mehr anbietet?

Wir haben uns deshalb vor langer Zeit für eine KNX Installation entschieden.
Da KNX ein genormter Standard ist gibt es über 400 Hersteller die Produkte für KNX anbieten.
D.h. hier ist man nicht abhängig von einem Hersteller. Auch wird der Standard seit 20 Jahren weiterentwickelt und wird auch oft in großen Firmengebäuden / öffentlichen Gebäude eingesetzt.

Oft liest man als großen Nachteil immer die Kosten die gegen KNX sprechen.
Dadurch, dass wir die Einrichtung und Parametrierung der Komponenten komplett selbst übernehmen wird sich das bei uns jedoch in Grenzen halten.

Bei KNX handelt es sich um ein BUS System (meist grüne Leitung) an das im ganzen Haus die Sensoren und Aktoren angeschlossen werden.
Die Aktoren werden wir zentral im Technikraum platzieren. Ein Aktor ist z.B. ein Jalousieaktor der mit mehreren Jalousien verbunden ist.
Da alle Sensoren über das BUS System verbunden sind haben wir damit die Möglichkeit die Jalousien von jedem Taster im Haus zu steuern.
Irgendwann später ist es auch möglich das Ganze zu erweitern um das Haus auch über das Smartphone zu steuern.

Als Einstieg besorgte ich mir dann schon vor langer Zeit das Buch "Heimautomation mit KNX, DALI, 1-Wire und Co.", dass ich nur weiterempfehlen kann.


Auf jeden Fall mit KNX Umsetzen wollen wir:

  • Jalousiesteuerung
  • Heizungssteuerung / Lüftungssteuerung
  • Lichtsteuerung
  • schaltbare Steckdosen
  • einfache Alarmanlage mit Hilfe von Fensterkontakte

Start Innenausbau: Installationsebene an den Außenwänden und Gipskarton an den Innenwänden

Am 05. Dezember erhielten wir von Taglieber die Einweisung für die Installationsebene vor Ort auf unserer Baustelle. Uns wurde gezeigt, was wir zu beachten haben und wie wir am besten vorgehen können. An allen Außenwänden im Erdgeschoss, Obergeschoss und auch im Dachgeschoss müssen waagerechte Konstruktionsvollhölzer in einem festgelegten Abstand angeschraubt werden, damit darin nach dem Verlegen aller Leitungen und Kabel Jute-Platten mit einer festgelegten Größe eingelegt werden können. An sich war es keine schwierige Aufgabe, aber gerade die Hölzer an den Fenstern mussten sehr genau angebracht werden. Da die meisten Fenster bei uns zwei Meter breit sind und die Hölzer natürlich nicht zu 100 % gerade sind, mussten wir mit einem Winkel immer wieder den Abstand prüfen, damit wir mit dem Gipskarton später auch die Fenster gerade hinbekommen. Nach einigen Tagen, in der wir uns zu zweit in Vollzeit diesem Thema widmeten, waren wir größtenteils fertig. Aber auch die anderen Gewerke waren in dieser Woche fleißig. Es wurden bereits alle Lüftungsrohre verlegt, die Verteiler für die Fußbodenheizung eingebaut, alle Wasserleitungen verlegt, die Spülkästen und Mischbatterien in den Bädern eingebaut und die Grundinstallation für die Heizung vorgenommen. Nächste Woche wird der Elektriker mit der Grundinstallation starten und am Haus wird hoffentlich endlich der Grundputz angebracht werden. Da es leider in den letzten beiden Wochen zu kalt war, ist dies noch nicht erfolgt. Wir liegen aber dennoch sehr gut im Zeitplan.

Am Wochenende begannen wir mit der nächsten Aufgabe: an allen Innenwänden, an denen sich auf der Rückseite die noch offene Installationsebene befindet, wird die Vorderseite (OSB-Platte) mit Gipskarton beplankt. Darauf wird später verspachtelt und gestrichen. Da die Gipskartonplatten eine Größe von ca. 2,68x1,25 m haben und sehr unhandlich und schwer sind, unterstützte uns zum Glück wieder Jörgs Papa. Dank seiner Erfahrung hatten wir nach nur einem Tag bereits die meisten der genannten Innenwände beplankt.




Eine extreme Herausforderung: ein paar Holzbretter anschrauben

Als nächstes begannen wir damit, die Unterkonstruktion für die Holzfassade anzubringen. Wir dachten, so schwer kann es ja nicht sein, ein paar Latten anzuschrauben, auf denen dann die Holzbretter für die Holzfassade angebracht werden können. Bei unserer Holzfassade wird jedes Brett oben an der Nut angeschraubt, worauf dann von oben das nächste Brett gesteckt wird. Dadurch sieht man später einmal keine Schrauben, was uns sehr gut gefällt. Wir wählten für die Fassade eine gestrichene Lärche aus, die sägerau bleibt und nicht gehobelt wird. Dadurch nimmt das Brett viel mehr Farbe auf und unsere ausgewählte Farbe sieht bereits sehr natürlich aus (braun-grau), wodurch man die Verwitterung so gut wie nicht merken wird. Die Fassade soll dadurch nach 10 Jahren immer noch schön sein.
Vielleicht hätten wir schon skeptisch werden sollen, als wir ca. 20 Detailzeichnungen für  unterschiedliche Stellen am Haus erhielten, an denen die Holzfassade angebracht werden soll. Es gibt nämlich mehr zu beachten als man im ersten Moment denkt (Hinterlüftung, Abdichtung gegen Schlagregen, usw.).
Damit das Ganze später einmal richtig schön aussehen wird, haben wir viele verschiedene Stellen am Haus ausgewählt, an denen die Holzfassade sein wird: An der kompletten Doppelgarage, am kompletten Zwerchgiebel oben und an vielen Bereichen zwischen Fenstern. Und daher muss die Unterkonstruktion an jedem Fenster und jeder Ecke anders angebracht werden (Innenecke, Außenecke, Putz-Holz Übergang, Rollo Kasten, Jalousie Kasten, Fenster ohne Beschattung, ...), was alles sehr kompliziert macht. So haben wir am Anfang ein paar Latten angeschraubt und noch einmal entfernt. 😅 Es ging eher schleppend voran. Die Verputzer klebten bereits für den Grundputz ab und an den angrenzenden Stellen mit der Holzverkleidung musste überall die Unterkonstruktion und Leibungsbretter angebracht werden, damit die Verputzer an diese angrenzen können. Zum Glück hatten wir aber wie in so vielen Themen die Unterstützung von Jörgs Papa, der uns nicht nur mit allen benötigten Geräten ausrüstete, sondern auch mit seiner riesigen Erfahrung tatkräftig unterstützte. Und so konnten wir bereits den Großteil der Unterkonstruktion anbringen und auch schon einen Teil der Holzbretter verschrauben. Bei vielen Stellen müssen wir nun noch warten, bis das Haus von außen komplett fertig gestrichen ist.


Nachbeurkundung und Grundbucheintrag

Nachdem Ende September die letzten Vermessungsarbeiten im Baugebiet vorgenommen wurden, haben wir in der Zwischenzeit endlich die Unterlagen vom Notar für die Nachbeurkundung erhalten. Da die Bauplätze lange vor der Fertigstellung der Erschließung und Vermessung verkauft wurden, lag damals beim Kauf des Grundstücks die endgültige Grundstücksgröße noch nicht fest. Und nun wissen wir endlich, wie groß unser Grundstück ist: Es ist genau 793 qm groß. Da der bereits gezahlte Kaufpreis für das Grundstück auf den geplanten 795 qm berechnet wurde, erhalten wir eine kleine Summe von der Gemeinde zurück. Mit dem Notartermin wird nun auch endlich die Eintragung in das Grundbuch vorgenommen. Damit sind wir dann auch ganz offiziell Eigentümer des Grundstücks. Und so fanden wir uns am 02. Dezember zur Nachbeurkundung beim Notar ein. Ganz routiniert unterzeichneten wir den Vertrag für die Nachbeurkundung und sind nun froh, auch dieses Thema endlich abgeschlossen zu haben.

Unser Haus ist gedeckt

Am Freitag und Samstag stand die nächste Aufgabe bevor: Unser Dach sollte gedeckt werden. Auch dieses Thema wollten wir selbst in Eigenleistung durchführen, daher waren wir sehr gespannt, ob alles klappen würde. Taglieber gab uns eine Einweisung, was wir zu beachten haben und wie wir am besten vorgehen sollten. Auch unser Elektriker war vormittags vor Ort, damit der Durchgang für die Photovoltaikanlage am Dach gemacht werden konnte und wir die Modulhalter auch richtiger beim Decken mit einbauen. Auch wie die Sturmklammern angebracht werden müssen, wurde uns gezeigt. Somit hatten wir schon viele Besonderheiten zu beachten und unser Zwerchgiebel erwies sich auch noch als Herausforderung, da wir hier die Dachsteine richtig zuschneiden mussten. Darüber hinaus war auch noch das Wetter schlecht, es war sehr windig und regnete viel. Daher schafften wir am 1. Tag nur den Zwerchgiebel und die Hälfte des Daches der Südseite. Wir konnten aber den Großteil der Dachsteine mithilfe des Nachbarkrans auf das Dach heben, damit wir diese am nächsten Tag nicht selbst hochtragen müssen. Denn bei Betonziegeln mit 5,5 KG das Stück wäre das keine angenehme Aufgabe. Wir waren daher sehr froh, die Dachsteine nur von der Palette auf das Dach schlichten zu müssen. Am Samstag kamen wir dann viel besser voran, da wir die schwierigen Themen bereits erledigt hatten, und so wurde die Südseite schnell zu Ende gedeckt. Auf der Nordseite mussten wir nur die Dachsteine für ein Dachfenster einschneiden. Und so war bereits am frühen Nachmittag das Dach gedeckt, das Wetter war super und zum Ende des Tages wurden wir noch mit einem wolkenlosen Himmel und Sonnenschein belohnt. So genossen wir die letzten Sonnenstrahlen auf unserem fertig gedeckten Dach und können uns nächste Woche der nächsten Herausforderung widmen: Die Holzverkleidung am Haus soll angebracht werden, bevor wir uns dem Innenausbau widmen können.



Die ersten Arbeiten im dichten Haus

Gleich nachdem der Dachstuhl fertig gestellt war, erhielten wir über das Wochenende die erste Aufgabe im Haus: Unter den Schwellen im Erdgeschoss musste Quellmörtel angebracht werden (an den Innen- und Außenwänden, damit das Gewicht des Hauses gleichmäßig und fest auf der Bodenplatte verteilt ist). Mit einer Mörtelspritze bewaffnet rührten wir selbst den Quellmörtel an und spritzen diesen unter die Schwellen. Die Arbeit hat insgesamt 2,5 Tage gedauert, da wir dies auch in der Doppelgarage durchführen mussten und an allen Wänden von beiden Seiten. Da die Doppelgarage später nicht verkleidet werden wird, arbeiteten wir hier sehr genau und mussten alles sorgfältig abkleben.

Diese Woche war noch einmal das Taglieber Team mit vor Ort und wir erhielten vielseitige Aufgaben: So brachten wir die Fenstergriffe an, verbunden im ganzen Haus mit einem Druckluftnagler die Wände mit Nägeln, verankerten mit Bolzen die Außen-und Innenwände auf der Bodenplatte (dazu mussten wir mit einem Schlagbohrer die Löcher vorbohren, Dübel in die Löcher mit einem Vorschlaghammer einschlagen und diese dann festziehen) und klebten die Garage ab, damit der Spengler die Attika verkleiden und die Doppelgarage bekiesen konnte. Auch die Regenrinnen am Haus wurden bereits angebracht. Wir verbrachten auch viel Zeit auf dem Sitzboden bei einer maximalen Raumhöhe von 140cm. Dort brachten wir an allen Stößen Klebebänder an: An den Stößen der Innenwände, der Außenwände, der Firstpfette und des Zwerchgiebels. Die Giebelseiten des Hauses und des Zwerchgiebels haben wir vor dem Abkleben auch noch mit Hanf gedämmt. Als nächste Aufgabe steht das Decken des Daches am Wochenende an und das Anbringen der Holzverkleidung am Haus (an der Doppelgarage und an Teilflächen des Hauses).







Unser Richtfest

Gestern am Mittwoch war es dann endlich soweit: Um 16 Uhr stand unser Richtfest an. Zum Glück hatten wir alles schon sorgfältig geplant, denn in dieser Woche waren wir bereits im Haus gut beschäftigt. Wir hingen die Doppelgarage mit einer Plane ab, stellten Biergarnituren auf und ein Heizgerät sorgte für eine angenehme Wärme. Bei Punsch und Glühwein trafen die ersten Gäste ein und konnten einen kurzen Blick ins Haus werfen. Nachdem der Richtbaum geschmückt war, hielt das Taglieber Team den Richtspruch auf dem Dach ab und segnete unser Haus bei zwar windigem, aber wolkenlosen Himmel. Natürlich gab es auch Bonbons für die Kinder vom Dach. Bei Schnitzel und Kartoffelsalat wurde ein schöner Abend verbracht, den wir noch lange in Erinnerung behalten werden. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an unsere vielen fleißigen Helfer. 😀



Tag 4: Unser Haus wird gestellt (Teil 3: Dachstuhl)

Heute rollten zum letzten Mal ein Tieflader und ein LKW-Kran an, um unseren Dachstuhl aufzustellen. Nachdem die Firstpfette angebracht war, wurden die komplett fertigen Dachelemente nacheinander auf das Dach gehoben und wir halfen beim Verschrauben und Abkleben. Bis nächste Woche das Dach gedeckt wird, ist unser Dachstuhl erst einmal wetterfest. Auch die Dachsteine wurden bereits angeliefert und auch unsere Doppelgarage wurde abgedichtet, wodurch diese nun ebenfalls wetterfest ist. Nachdem bereits Mittag unser Dachstuhl fertig war, konnten wir die Baustelle aufräumen und die weiteren Arbeiten besprechen. Denn für das Wochenende haben wir die Aufgabe bekommen, unter den Schwellen im Erdgeschoss Quellmörtel anzubringen.
Nun sind wir erst einmal erleichtert, dass unser Haus endlich steht und sind überglücklich, dass es genauso schön geworden ist wie auf den Plänen.