Die Suche nach dem richtigen Platz

Bereits 2014 begannen wir mit der Suche nach einem geeigneten Grundstück.
Unser Plan war es damals, bereits frühzeitig den Bauplatz zu erwerben und dann in den nächsten Jahren das Haus zu planen – denn bei den meisten Neubaugebieten hat man mindestens 3 Jahre Zeit, bis das Haus stehen muss. Dann hätten wir den Bauplatz in der Tasche und könnten je nach finanziellen Möglichkeiten bauen. Zu diesem Zeitpunkt planten wir mit dem Hausbau ungefähr in 2017.

Tja… das dachten wir damals. Aber natürlich erwies sich alles als viel komplizierter und langatmiger als wir gehofft hatten…

Aber erstmal wie alles begann:
Wie bereits beschrieben wussten wir beide ganz genau, was wir wollten: ruhige Kleinstadt – Bäcker, Supermarkt, Ärzte, etc. um die Ecke, aber Ortsrandlage, idealerweise in einem ruhig gelegenen Neubaugebiet. Bahn und Straßenanbindung war aber ebenso Grundvoraussetzung wie ein sonniger Bauplatz und die richtige Größe, mindestens 700 m2. Der Preis sollte natürlich auch im Rahmen bleiben. Vielleicht hätten wir schon nach unseren Anforderungen skeptisch sein sollen… ;-)

Nach diversen Sonntags-Spaziergängen in den umliegenden Baugebieten wurden wir irgendwie nicht so richtig fündig. Entweder waren die Neubaugebiete in kleinen Dörfern (wodurch man 2 Autos bräuchte), und somit recht abgelegen oder mitten in den Kleinstädten und dadurch natürlich richtig teuer, und es fehlte die naturnahe und ruhige Lage.
Als wir dann in der Zeitung von einem Neubaugebiet in einer 15-minütig entfernten Kleinstadt nahe an einem tollen See erfuhren, waren wir erst mal überhaupt nicht angetan.
Da gibt es ja auch nicht so viel… dachten wir damals, und wir hatten zu dem Ort keinerlei Beziehungen. Eigentlich wollten wir an einem Ort bauen, der noch näher am See liegt, aber hier waren die Grundstückspreise sehr teuer und es gab auch kein aktuelles Baugebiet.

Aber wie es das Schicksal manchmal so vorsieht, behielten wir das Baugebiet trotzdem im Hinterkopf – und als wir uns dann gut ½ Jahr später bei einem Sonntagsspaziergang im Januar wieder einmal Häuser anschauen wollten (wenn hier bereits der Eindruck entsteht, dass neue Häuser angaffen eines unserer Hobbies ist, dann ist das vollkommen richtig ;-)), entschieden wir uns für einen Besuch dort - Und schon nach wenigen Minuten waren wir total begeistert. Wir dachten, das Baugebiet befände sich mitten in der Kleinstadt – aber es befand sich außerhalb auf einem kleinen Plateau mit einer wunderschönen Aussicht und Sonne von morgens bis abends. Auch der Ort hatte alles, was wir uns erträumt hatten: und auch der wunderschöne See ist von dort in nur 10 Minuten mit dem Auto erreichbar – und das zu einem bezahlbaren Preis.

Es gab nur einen Haken: im verfügbaren Baugebiet waren bereits alle Bauplätze verkauft – oder nur noch sehr kleine Bauplätze verfügbar.
Daher ließen wir uns im August 2014 auf die Vormerkliste setzen, da schon ein weiteres Baugebiet direkt nebenan in Planung war. Wir hatten ja damals noch viel Zeit, bis wir eigentlich bauen wollten…
Das schaffen wir locker, dachten wir damals noch. Naja… so ganz haben wir es nicht geschafft. Letzten Endes haben wir gut 4 Jahre gewartet, bis wir den Kaufvertrag für unser Grundstück in Händen hielten.



Aber nun der Reihe nach:
Anfang 2016 war es eigentlich soweit, der nächste Bauabschnitt wurde zur Reservierung veröffentlicht. Wir wurden aber nicht so richtig informiert, ich rief durch Zufall an, dann hieß es, "ja, man kann bereits reservieren, Sie können ja auch mal schauen, welchen Sie wollen". Scheinbar waren wir damals auf der Vormerkliste noch recht weit unten – wodurch wir dann letztendlich nur die Auswahl zwischen den letzten 4 Bauplätzen hatten, die uns dann alle zu klein waren und von der Lage im Baugebiet nicht gefallen haben. So entschieden wir uns schweren Herzens, voraussichtlich weitere 1,5 – 2 Jahre auf den nächsten Bauabschnitt zu warten, der damals bereits in Planung war. Wir haben natürlich versucht, es positiv zu sehen: Bis dahin hätten wir noch viel mehr Eigenkapital – aber wer weiß, wie sich bis dahin die Zinsen entwickeln? Und ob wir dann überhaupt einen Bauplatz bekommen würden… Viele rieten uns dazu, endlich anzufangen mit dem Bau. Aber wie ohne Bauplatz? Ein anderes Baugebiet kam für uns nicht mehr in Frage, zumal es keine vergleichbare Alternative gab.
Der Bürgermeister aus dem Ort sicherte uns glücklicherweise zu, dass wir als Erstes einen Bauplatz aussuchen dürften, wenn es soweit sein würde.

Und dann bangten wir - würden wir wirklich als Erstes aussuchen dürfen? Oder würde man uns vergessen oder wieder nicht rechtzeitig benachrichtigen? Oder Einheimische vorziehen? Dann stünden wir in 1-5 - 2 Jahren am gleichen Punkt - wieder ohne Bauplatz.

2017 sah es bereits so aus, dass das Bauleitverfahren Mitte des Jahres abgeschlossen werden würde und eine Bebauung Ende 2017 möglich wäre – dann kam aber ein Umweltgutachten dazwischen, wodurch eine weitere Schleife im Bauleitverfahren notwendig war. Dann hieß es, Ende 2017 könnte man reservieren und im Frühjahr 2018 bauen. Bei einem Anruf im November 2017 hieß es dann, die Interessenten hätten schon Unterlagen zugeschickt bekommen, wir hätten auch bereits welche erhalten sollen.
Das war erst mal ein riesen Schock und wir sahen uns schon wieder ohne Bauplatz. Dann stellte sich aber zum Glück heraus, es wurde nur der Bebauungsplan an die Interessenten versendet, welchen wir bereits vorliegen hatten und eine Reservierung ist erst 2018 möglich. Ganz überrascht erhielten wir dann kurz vor Jahresende doch schon einen Brief vom Bürgermeister, ob überhaupt noch Interesse bestünde. Am 25 Januar 2018 konnten wir dann beim Bürgermeister tatsächlich unseren Wunsch-Bauplatz reservieren – nachdem wir in den letzten Monaten schon öfters unseren Wunschbauplatz angedeutet hatten.


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